Inspektor Clouseau, der „beste“ Mann bei Interpol

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Filmdaten
Deutscher Titel Inspektor Clouseau, der „beste“ Mann bei Interpol
Originaltitel The Pink Panther Strikes Again
Logo pink panther 4 de.svg
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1976
Länge 103 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Blake Edwards
Drehbuch Blake Edwards
Produktion Tony Adams
Blake Edwards
Musik Henry Mancini
Kamera Harry Waxman
Schnitt Alan Jones
Besetzung

Inspektor Clouseau, der „beste“ Mann bei Interpol ist die fünfte Folge der Pink-Panther-Reihe aus dem Jahr 1976 und die vierte unter der Regie von Blake Edwards.

Hauptgegner von Inspektor Clouseau ist dabei zum ersten Mal sein früherer Chef Dreyfus.

Inhalt[Bearbeiten]

Der ehemalige Chefinspektor Dreyfus steht kurz vor seiner Entlassung aus der Nervenheilanstalt. Nur wenige Stunden trennen ihn von der sicher geglaubten Freiheit, da besucht ihn sein Nachfolger bei der Pariser Sûreté, Inspektor Clouseau, um bei der Entlassungskommission ein „gutes Wort“ für ihn einzulegen. Die Anwesenheit seines Erzfeindes erzürnt Charles Dreyfus nach einer Reihe von Tolpatschigkeiten dermaßen, dass die monatelange Therapie vom einen auf den anderen Moment sich als unnütz herausstellt; er versucht Clouseau umzubringen – und seine Entlassung wird wegen des Rückfalls auf unbestimmte Zeit verschoben.

Doch Dreyfus gelingt die Flucht aus der Anstalt und sofort verübt er einen Bombenanschlag auf Clouseau. Dieser schlägt fehl, da Clouseau den künstlichen Buckel seines Glöckner-von-Notre-Dame-Kostüms übermäßig mit Helium befüllt hat und so der Explosion entschwebt. Daraufhin gründet Dreyfus eine Verbrecherorganisation, indem er alle kriminellen Genies um sich schart. Ziel der Organisation ist die Ermordung von Chefinspektor Clouseau.

Dreyfus entführt den berühmten englischen Professor Fassbender, um mit dessen neuester Erfindung die Welt in Angst und Schrecken zu versetzen.

Clouseau ermittelt in England, um die Entführung aufzuklären, aber ohne nennenswertes Ergebnis. Das Beschatten des Butlers der Familie Fassbender bringt Clouseau vielmehr in eine missliche Lage, da er bei einer Razzia in einer Schwulen-Bar verhaftet wird. Auch die Entführer wollen den Butler von Fassbender schnappen, da dieser der einzige Zeuge der Entführung war. Der Butler, der als Travestie-Künstler in der Bar arbeitet, wird erstochen; bevor er stirbt kann er jedoch seinen Kidnapper ebenfalls töten. Clouseau findet bei dem toten Kidnapper einen Prospekt über das Münchner Oktoberfest und beschließt dorthin zu fahren, um weitere Hinweise zu finden.

In der Zwischenzeit droht Dreyfus der ganzen Welt und lässt mit Hilfe der Erfindung von Professor Fassbender das UN-Gebäude in New York vor aller Augen einfach verschwinden. Er verlangt, dass Inspektor Clouseau getötet wird. Sämtliche Staatschefs sind von der Macht des irren Dreyfus überzeugt und schicken sofort ihre Profikiller nach München, um Clouseau auszuschalten.

In München kommt es zu einer Reihe von Anschlägen auf Clouseau, denen er immer wieder entgeht – aus purem Glück oder weil die Killer sich gegenseitig ausschalten, denn jeder möchte für sein Land den Ruhm einheimsen, den Inspektor getötet zu haben.

Inzwischen betritt ein als Clouseau verkleideter Schwerverbrecher aus der Bande von Dreyfus das Zimmer des Inspektors und wird dort im Bad von einem ägyptischen Spion erschossen. Gleichzeitig schleicht sich die russische Agentin Olga in Clouseaus Zimmer. Sie verwechselt den Ägypter mit Clouseau und es kommt zu einem Schäferstündchen. Der Ägypter verlässt das Zimmer. Clouseau kommt zurück, findet Olga, die ihm offenbart, sie wäre ebenfalls ein Killer, hätte sich in ihn verliebt und könne ihn deshalb nicht töten. Sie finden den Toten in der Badewanne und können eine Tätowierung auf seinem Handrücken als das Familienwappen eines Schlosses in Bayern identifizieren.

Clouseau macht sich auf, das Schloss zu überwachen, es gelingt ihm aber nicht hineinzukommen. Per Zufall kommt ihm Dreyfus (der aufgrund einer Falschmeldung mittlerweile glaubt, Clouseau sei tot) bzw. dessen Zahnschmerzen zu Hilfe. Clouseau verkleidet sich als Zahnarzt und behandelt seinen verrückten Ex-Chef. Nach einer zu hohen Dosis Lachgas und einem soeben gezogenen gesunden Zahn erkennt Dreyfus den verkleideten Clouseau. Diesem gelingt die Flucht. Aus Wut darüber will Dreyfus England zur Strafe von der Landkarte verschwinden lassen. Clouseau kann dies dank einer Ritterrüstung und eines alten Katapults verhindern. Denn der Strahl, der eigentlich England hätte treffen sollen, landet so auf Dreyfus, der sich dadurch selbst auflöst.

Somit ist auch dieser Fall gelöst, und Olga wartet schon auf Clouseau in dessen Pariser Wohnung.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films urteilte, der Film sei „ein turbulenter, parodistischer Kinospaß, der in einigen stilleren Momenten seine komischste Wirkung hat.“[1]

Trivia[Bearbeiten]

  • Der Originaltitel führt in die Irre. In dem Film kommt weder der Diamant, der „Rosarote Panther“, aus dem ersten Film der Reihe vor, noch wird dieser erwähnt.
  • Den Titelsong Come To Me sang Tom Jones. Am Ende der Jones-Version setzt Peter Sellers selbst ein. Der Song Until You Love Me wurde von Michael Robbins interpretiert.
  • Der Film wurde von ursprünglich 124 Minuten auf 103 Minuten gekürzt. Die herausgeschnittenen Szenen waren dann 1982 in dem Film Der rosarote Panther wird gejagt (Trail of the Pink Panther) zu sehen, in dem der inzwischen verstorbene Peter Sellers nur in solchen Archivszenen erscheint.
  • In einer kurzen Nebenrolle ist vor dem animierten Filmvorspann Geoffrey Bayldon als Psychiater zu sehen, der Chefinspektor Dreyfus untersucht. Bayldon ist besser bekannt als Zauberer Catweazle aus der gleichnamigen Kinderfernsehserie.
  • Für den kleinwüchsigen Schauspieler Deep Roy (auch Gordeep Roy, eigentlich aber Mohinder Purba) war es der erste Kinofilm. Besonders bekannt wurde er 2005 mit dem Film Charlie und die Schokoladenfabrik (Charlie and the Chocolate Factory), in dem er per Computertrick alle Oompa Loompas darstellt.
  • Omar Sharif hat einen kurzen Auftritt als ägyptischer Killer.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

DVD[Bearbeiten]

2003 wurde der Film zusammen mit vier weiteren Filmen als Pink Panther Collection veröffentlicht. Aus rechtlichen Gründen war der Vorgängerfilm aus dem Jahr 1975 nicht enthalten. Die Edition enthielt auch eine Bonus-DVD mit einer Doku über Sellers’ Leben sowie Werbespots, die er für eine Fluggesellschaft und eine Versicherung in den 1970er Jahren gemacht hatte.

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Soundtrack stammt von Henry Mancini und wurde zuerst als LP veröffentlicht. 1998 veröffentlichte das australische Plattenlabel RykoDisc eine Neuauflage mit Poster, Trailervideo und Bonusmusikstücken:

Originalauflage
  1. Main Title (mit Hommagen an bekannte Filme)
  2. The Inspector Clouseau Theme
  3. The Great Quasimodo Disguise
  4. Bier Fest Polka
  5. Come To Me (Instrumental)
  6. Until You Love Me von Michael Robbins
  7. Come To Me von Tom Jones (letzte Zeilen von Peter Sellers)
  8. Along Came Omar
  9. Until You Love Me (Instrumental)
  10. The Inspector Clouseau Theme (Reprise)
  11. The Evil Theme
  12. Exodus From The Castle
  13. How (Bonus)
  14. The Plan/The Snatch (Bonus)
  15. Until You Love Me (Alternative Bonus Version)
  16. The Doomsday Machine (Bonus)
  17. Organ Interlude von Herbert Lom (Bonus)
  18. End Credits (Bonus)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1977: Oscar-Nominierung für Henry Mancini und Don Black für das Lied Come to Me
  • 1977: Golden-Globe-Nominierung für Peter Sellers
  • 1977: Writers Guild of America, WGA Award für Frank Waldman und Blake Edwards für die beste Komödienadaption
  • 1978: Evening Standard British Film Award für Blake Edwards für den besten Komödienfilm

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Inspektor Clouseau, der „beste“ Mann bei Interpol im Lexikon des Internationalen Films