Institut des hautes études et de recherches islamiques Ahmed Baba

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Altes Institutsgebäude 2001

Institut des hautes études et de recherches islamiques Ahmed Baba (kurz: IHERI-AB) ist ein islamisches Forschungszentrum und eine Bibliothek in der Republik Mali mit Sitz in der Oasenstadt Timbuktu.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Zentrum wurde 1973 unter der Bezeichnung „Centre de documentation et de recherche Ahmed Baba“ gegründet, mit der Finanzierung durch islamische Staaten, vor allem aus Kuwait. Es wurde nach dem 1627 verstorbenen Gelehrten Ahmad Baba al-Massufi benannt.

Das heutige Gebäude wurde von einem südafrikanischen Architekten entworfen und im Jahr 2009 eröffnet. Die Baukosten wurden in Zeitungsberichten mit 5,8 Millionen Euro genannt. Es hat eine Fläche von rund 4.600 m² und verfügt über eine Klimaanlage, die für die ordnungsgemäße Erhaltung der untergebrachten historischen Handschriften sorgt und eine Feuerlöschanlage. Die Mehrzahl der geschätzten rund 100.000 Handschriften stammen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert und sind meist in Arabisch geschrieben. Einige Werke sind in lokalen Sprachen, wie Songhai, Tamashek und Bamanankan, weitere Handschriften sind in Türkisch und Hebräisch verfasst. Sie beschreiben Themen der Medizin, Astronomie, Poesie, Literatur und das islamische Recht. Das älteste datierte Dokument stammt aus dem Jahr 1204.[1] Der gegenwärtige Direktor des Instituts ist Mohammed Gallah Dicko.

Brandstiftung[Bearbeiten]

Am 28. Januar 2013 als französische Truppen den Flughafen von Timbuktu eroberten, legten die flüchtenden islamistischen Rebellen ein Feuer in der Bibliothek.[2] Mit der Digitalisierung der Handschriften, unterstützt durch die UNESCO, wurde erst einige Tage zuvor begonnen. Wie viele Dokumente in den drei Wochen bereits gescannt worden waren ist unbekannt, genauso wie der Zustand der Manuskripte die durch den Brand beschädigt wurden. Anderen Zeitungsberichten zufolge hat die Mehrzahl der Manuskripte in privaten Bibliotheken überlebt. Die Bibliothek des Ahmed-Baba-Zentrums war rechtzeitig weitgehend evakuiert und in Privathaushalten versteckt worden.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Timbuktu library – a treasure house of centuries of Malian history auf theguardian.com, abgerufen 9. August 2013.
  2. Rebellen zündeten wertvolle Bibliothek an Zeitungsbericht vom 28. Januar auf derstandard.at, abgerufen 9. August 2013.
  3. Archaeologik (30. Januar 2013): Ausgetrickst - Timbuktu Manuskripte wurden rechtzeitig versteckt auf archaeologik.blogspot.de, abgerufen 9. August 2013.

16.776829-3.005803Koordinaten: 16° 46′ 37″ N, 3° 0′ 21″ W