Institut für die Wissenschaften vom Menschen

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Institut für die Wissenschaften vom Menschen
(IWM)
Zweck: Advanced Studies auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften
Vorsitz: vormals Krzysztof Michalski, verstorben am 11. Februar 2013
Gründungsdatum: 1982
Sitz: Wien
Website: www.iwm.at

Das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien. Die Organisation fördert und betreibt Advanced Studies auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Geschichte und Idee[Bearbeiten]

Das IWM wurde 1982 vom polnischen Philosophen Krzysztof Michalski gegründet, der bis zu seinem Tod im Februar 2013 Rektor des Instituts war. Von Beginn an förderte das IWM internationalen Austausch und Dialog zwischen Wissenschaftlern und Intellektuellen aus verschiedenen Disziplinen, Gesellschaften und Kulturen – vor allem zwischen Ost- und Westeuropa. Dieser Austausch schließt zunehmend Forscher aus Nordamerika, Südosteuropa und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion ein. Das Institut rückt neue, gesellschaftlich relevante und oftmals umstrittene Themen ins Blickfeld, um so einen Beitrag zu politischen, gesellschaftlichen und kulturelle Debatten zu leisten.

Struktur und Programm[Bearbeiten]

Das IWM versteht sich als eine Gemeinschaft von Gelehrten, die sich aus Permanent Fellows, Visiting Fellows und Junior Visiting Fellows zusammensetzt. Permanent Fellows am IWM sind Cornelia Klinger (Professorin für Philosophie, Universität Tübingen); János Mátyás Kovács (Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest); Ivan Krastev (Leiter des Centre for Liberal Strategies, Sofia); Klaus Nellen (Chefredakteur der Zeitschrift Transit – Europäische Revue); Timothy Snyder (Professor für Geschichte, Yale University); Charles Taylor (Professor emeritus für Philosophie, McGill University, Montréal) und bis zuletzt Krzysztof Michalski (Professor für Philosophie, Universität Boston und Universität Warschau).

Inhaltlich konzentriert sich das Institut auf sechs Schwerpunkte:

  • Kulturen und Institutionen in Mittel- und Osteuropa
  • Das philosophische Werk Jan Patočkas
  • Religion und Säkularismus
  • Ursachen von Ungleichheit
  • Vereintes Europa – Geteilte Geschichte
  • Die Zukunft der Demokratie

Jedes Jahr vergibt das IWM rund fünfzig Fellowships an Wissenschaftler, Journalisten und Übersetzer, die am Institut an ihren Projekten arbeiten.

Das IWM organisiert regelmäßig Vorträge, Debatten und Konferenzen für ein breites Publikum und verfolgt verschiedene praxisbezogene Projekte. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in Form von Monographien, Aufsätzen und in Übersetzungen publiziert. Darüber hinaus verlegt das IWM die halbjährlich erscheinende Zeitschrift Transit. Europäische Revue und das Magazin IWMpost.

Der Verein erhält Fördermittel von der österreichischen Bundesregierung und der Gemeinde Wien. Seine Projekte und Veranstaltungen werden von internationalen Stiftungen und anderen Sponsoren unterstützt.

Weblinks[Bearbeiten]