Insulin-Index

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Der Insulin-Index beschreibt die typische Auswirkung verschiedener Lebensmittel auf den Insulin-Spiegel. Der Insulin-Index ähnelt dem Glykämischen Index, er bezieht sich aber nicht auf den Blutzuckerspiegel, sondern die damit verbundene Erhöhung des Insulinspiegels. Der Vorteil dieses Maßstabs liegt darin, dass verschiedene Nahrungsmittel wie Fleisch oder Käse einen Insulinanstieg verursachen, obwohl keine Kohlenhydrate enthalten sind. Einige Nahrungsmittel erzeugen auch Insulinreaktionen, die dem Kohlenhydratgehalt oder dem Glykämischen Index (GI) nicht proportional sind.

Holt et al. fanden heraus, dass der Glykämische Index und der Insulin-Index bei den meisten Nahrungsmitteln stark zusammenhängt, dass aber einige Nahrungsmittel mit sehr viel Protein oder hoch raffinierten Kohlenhydraten einen unverhältnismäßig hohen Insulinanstieg erzeugen.

Beispiele[Bearbeiten]

Weißbrot erhält per Definition den Wert von 100 im Insulin-Index (wie auch im Glykämischen Index). Besonders hohe Insulinanstiege sind bei Kartoffeln (121), weißen Bohnen (120) und Gummibärchen zu verzeichnen (160). Im Vergleich zur Kohlenhydratmenge besonders niedrige Insulinanstiege sind zu verzeichnen bei (weißen) Nudeln (40) und Reis (79). Unerwarteterweise hat Fleisch (praktisch ohne Kohlenhydrate) einen Insulin-Index von 51 und Käse von 45 zur Folge.

Siehe auch[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]