Intel Edison

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter dem Namen Edison führt Intel Ein-Chip-Systeme, die speziell für das Internet der Dinge konzipiert sind. Auf einer SD-Speicherkarte finden sich ein zum Pentium-Prozessor kompatibler Intel Quark Prozessor mit einer WLAN-Karte und einem Bluetooth-Modul. Das Format einer SD-Karte wurde gewählt, da dieses weit verbreitet ist und sich viele Steckplätze für dieses Format finden.

Die Intel Edison-Serie wurde zuerst auf der CES 2014 präsentiert und soll Intel einen Platz bei neu entstehenden Märkten wie etwa dem Wearable Computing sichern.[1]

Technik[Bearbeiten]

Der Intel Edison ist ein 3,5 x 2,5 cm großes Kleinrechner-Modul mit einem 70-Pin-Konnektor, dessen SoC einen auf 500 MHz heruntergetakteten Dual-Core-Atom-Prozessor auf Basis der Silvermont-Atom-Mikroarchitektur und eine Quark-CPU mit 100 MHz Taktfrequenz kombiniert. Der Arbeitsspeicher ist 1 GByte groß, dazu kommen 4 GByte embedded-Flash-Speicher für das Betriebssystem. Der Wifi-Chip 43340 von Broadcom nutzt die Frequenzbänder 2,4 und 5 GHz in den Standards 802.11 a/b/g/n, das Bluetooth-Modul unterstützt den Standard in Version 4.0. 40 GPIOs können als SD-Karten-Schnittstelle, 2 UARTs, 2 I2C, ein SPI, 1 I2S, 1 USB-2.0.-OTG-Controller und Taktausgang von 32 kHz oder 19,2 MHz konfiguriert werden. 12 GPIOs können für sonstige Zwecke genutzt werden, davon 4 als PWMs. Der Edison benötigt eine Versorgungsspannung zwischen 3,3 und 4,5 V, die Leistungsaufnahme soll im Standby-Modus ohne WiFi und Bluetooth bei 13 mW liegen, mit aktivem Bluetooth bei 21 mW und mit aktivem Wifi bei 35 mW. [2]

Boards[Bearbeiten]

Es gibt von Intel selbst ein Breakout Board, das nur wenig größer als das Edison-Modul selbst ist und zu den Pins korrespondierende Lötlöcher im Abstand von 0,1 Inch aufweist. Zusätzlich verfügbar sind eine UART-zu-USB-Brücke mit USB-Mikro-Typ-B-Konnektor, eine USB-OTG-Schnittstelle mit Typ-AB-Konnektor und einen Stromversorgungs- (7 bis 15 V Gleichspannung Eingang) sowie Batterieanschluss. Ein zweites Arduino-Board ist deutlich größer. Zusätzlich zu den USB-Schnittstellen des kleinen Breakout-Boards hat es 20 Digital-Ein-/Ausgangs-Pins (davon 4 für PWMs), 6 Analogeingänge, 1 UART, ein I2C, 1 SPI, zwei USB 2.0-Host-Schnittstellen, einen Micro-SD-Karten-Slot und den Stromversorgungsanschluss ebenfalls für 7 bis 15 V Gleichspannung. [2]

Betriebssysteme[Bearbeiten]

Auf den Silvermont-Cores soll Yocto-Linux in der Version 1.6. und auf der Quark-CPU ein FreeRTOS laufen. Damit ist Edison echtzeitfähig. [2]

Preise[Bearbeiten]

Das Edison-Modul zusammen mit dem Arduino-Board kostet 107 Dollar, Edison alleine 50 Dollar und zusammen mit dem kleinen Breakout-Board 75 Dollar. Die Firma Sparkfun hat bereits 14 eigene Erweiterungsmodule für Edison entwickelt. [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CES 2014: Intel CEO präsentiert Produkte, Initiativen und Kollaborationen für intuitivere Computer-Nutzung und höhere Geräte-Sicherheit Pressemeldung auf deutscher Intel-Website. Abgerufen am 9. Januar 2014.
  2. a b c d Frank Riemenschneider: Wird Intel Edison zum Raspberry-Pi-Killer?. In: elektroniknet.de. 11. September 2014. Abgerufen am 15. September 2014.