Intercity (Niederlande)

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Niederländisches Intercity-Netz, 2013.
Niederländischer IC vom Typ ICMm

Der Intercity (Kurzform: IC) in den Niederlanden ist eine international verwendete Zuggattung.

In den Niederlanden fahren Intercity-Züge der Nederlandse Spoorwegen. Es besteht ein sehr dichtes Netz, welches auf allen Strecken im Halbstundentakt bedient wird, in der Randstad und nach Eindhoven/Sittard und Arnhem/Nijmegen zum Viertelstundentakt verdichtet. Zuschlag wird nicht erhoben. Vielfach bestehen bahnsteiggleiche Direktanschlüsse, beispielsweise in Zwolle, Amersfoort und Utrecht, so dass abwechselnd Verbindungen mit und ohne Umstieg angeboten werden. Seit Dezember 2012 wird auf die Flügelung von Zügen (in Zwolle Richtung Groningen bzw. Leeuwarden, in Utrecht Richtung Den Haag bzw. Rotterdam und in Sittard Richtung Maastricht bzw. Heerlen) weitestgehend verzichtet. Bis Dezember 2012 waren die internationalen Linien nach Brüssel und Berlin vollständig in das IC-Netz integriert, am 9. Dezember 2012 wurde der Zug nach Brüssel durch den aufpreispflichtigen Fyra ersetzt und der mit Wagen der Deutschen Bahn ausgestattete Intercity nach Berlin zwischen Amersfoort und Hengelo zusätzlich zu den Taktzügen geführt.

Die Qualität und Durchschnittsgeschwindigkeit (70 km/h bis 90 km/h) der Züge entspricht eher dem ehemaligen deutschen InterRegio. Die Halteabstände sind relativ dicht, die Züge werden wie Schnellbahnen häufig von Pendlern genutzt. Speise- oder Bistrowagen gibt es im nationalen IC-Netz nicht, stattdessen sind auf einzelnen Linien Verkäufer in den Zügen, die mit einer Minibar durch die Wagen laufen und Kaffee, Tee und Kuchen verkaufen. Eingesetzt werden lokbespannte Züge (ICR-Wagen) und Triebzüge (ICMm, VIRM, NID/DDZ). Die Triebzüge werden sukzessive mit WLAN und optischer Fahrgastinformation ausgestattet.