Interkristalline Korrosion

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Intergranular corrosion.JPG

Die Interkristalline Korrosion (IK) ist eine Form der Korrosion, die in den meisten Legierungen bei entsprechenden Bedingungen auftreten kann. Sie wird auch „Kornzerfall“ genannt. Die Korrosion erfolgt dabei entlang der Korngrenzen.

Bei mit Chrom legierten Stählen verbindet sich das im Werkstoff enthaltene Chrom beim Erwärmen (etwa beim Schweißen) mit dem Kohlenstoff zu Chromcarbid (Cr_{23}C_6). Dadurch steht das Chrom nicht mehr zum Korrosionsschutz (Bildung einer Passivschicht) im erwärmten Bereich zur Verfügung. Dies tritt besonders bei kohlenstoffreicheren Stählen auf.

Bei korrosionsbeständigen Stählen wirkt die Bindung des Kohlenstoffs durch Niob oder Titan zu Niob- oder Titancarbid (stabilisierte Stähle) oder die Absenkung des Kohlenstoffgehalts (IF-Stahl, oder LCS = low carbon steel bzw. ELC = extra low carbon, C-Gehalt ≤ 0,03 %) der IK entgegen: Diese Maßnahmen verhindern die schädliche Reduzierung des Chromgehalts entlang der Korngrenzen.

Weblinks[Bearbeiten]

Horst Heinrich: Die Korrosion der Metalle am Beispiel der interkristallinen Korrosion (IK). Hrsg.: OTH Regensburg, 2001, abgerufen am 22. April 2014 (PDF, 1,25 MB).