International Boxing Hall of Fame
Die International Boxing Hall of Fame (IBHOF) ist eine Ruhmeshalle und ein Museum für mit dem Boxsport verbundene Personen. Sie liegt in Canastota, New York, und ist unweit der Baseball Hall of Fame in Cooperstown und der National Soccer Hall of Fame in Oneonta beheimatet. Sie gilt als die bekanntere von zwei internationalen Box-Ruhmeshallen (die andere ist die World Boxing Hall of Fame in Riverside, Kalifornien).
Die erste Boxing Hall of Fame wurde von der amerikanischen Boxzeitschrift Ring Magazine gegründet und war für Jahrzehnte in den Büros des Madison Square Garden in New York untergebracht. Im Jahr 1990 wurde als Folge einer Initiative von Ed Brophy, der die aus Canastota stammenden Boxweltmeister Carmen Basilio und dessen Neffen Billy Backus ehren wollte, das neue Museum in Canastota eingeweiht. 1997 konnte der mehrfach ausgezeichnete Richard T. Slone als offizieller Künstler für die International Boxing Hall of Fame gewonnen werden, der diese Aufgabe noch bis heute innehat.
Jedes Jahr finden im Juni mehrtägige Feierlichkeiten statt, um neuaufgenommene Personen zu ehren. An diesen nehmen frühere Boxweltmeister, Persönlichkeiten aus dem Boxsport und des öffentlichen Lebens sowie zahlreiche Boxsportfans teil (die Feierlichkeiten 2008 wurden von 20.000 Fans besucht.[1]) Boxsportler können in die Ruhmeshalle aufgenommen werden, sofern ihr Rücktritt mindestens fünf Jahre zurückliegt.
Als einziger deutscher Profiboxer fand Max Schmeling 1992 Aufnahme in die IBHOF. 2010 folgte ihm der deutsche Box-Promoter Wilfried Sauerland. Ein Jahr später fand der austro-amerikanische Boxer Jack Root Aufnahme. Als bisher einzige Frau wurde 2002 die Box-Promoterin Aileen Eaton (1942–1980) in die Ruhmeshalle des Boxsports gewählt. Eaton, genannt „The Redhead“, war von 1942 bis 1980 Promoterin beim legendären Olympic Auditorium in Los Angeles.[2]
In den nächsten fünf Jahren soll ein Neubau für ein größeres Galerie-Museum entstehen, so 2008 IBHOF-Begründer Ed Brophy.[1]
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Feierlichkeiten 2012 [Bearbeiten]
Am 6. Dezember 2011[3] gab die IBHOF die neuaufgenommenen Personen für das Jahr 2012 bekannt:
- Al Bernstein (* 1950), US-amerikanischer Sportjournalist und Boxkommentator beim Fernsehsender ESPN
- Michael Buffer (* 1944), US-amerikanischer Ringsprecher
- Newsboy Brown (Bürgerlicher Name: David Montrose, 1904–1977), US-amerikanischer Boxer im Fliegengewicht
- Herbert Lewis Hardwick („Cocoa Kid“, 1914–1966), puerto-ricanischer Boxer im Leicht-, Welter- und Mittelgewicht
- Thomas „Hitman“ Hearns (* 1958), US-amerikanischer Boxer und erster Boxsportler, der Weltmeistertitel in fünf verschiedenen Gewichtsklassen erringen konnte
- Leo Houck (1888–1950), US-amerikanischer Boxer im Fliegen- sowie Schwergewicht
- Mark Johnson (* 1971), US-amerikanischer Weltmeister im Fliegengewicht und Super-Fliegengewicht (IBF und WBO)
- Michael Katz (* 1939), US-amerikanischer Sportjournalist
- Jake Kilrain (1859–1937), US-amerikanischer Boxer im Schwergewicht
- Hugh D. McIntosh (1876–1942), australischer Boxpromoter
- Freddie Roach (* 1960), US-amerikanischer Trainer von Boxweltmeistern wie Amir Khan, Manny Pacquiao, Georges St. Pierre sowie Lucia Rijker
- Rip Valenti (1902–1986), US-amerikanischer Boxpromoter
- James Wharton („Young Molineaux“, 1813–1856), aus Marokko stammender Boxer, der in England Kämpfe bestritt
Die neuaufgenommenen Personen wurden durch Mitglieder der Boxing Writers Association und einem Ausschuss von internationalen Boxsporthistorikern bestimmt. Die Feierlichkeiten finden am 10. Juni 2012 in Canastota statt.
Übersicht [Bearbeiten]
Folgend eine Übersicht über die in der International Boxing Hall of Fame vertretenen Personen (Aufnahmejahr in Klammern):
Neuzeit („Modern“) [Bearbeiten]
In dieser Kategorie sind Boxsportler gelistet, die ab 1943 noch aktiv waren.
Altgediente („Old Timers“) [Bearbeiten]
In dieser Kategorie sind Boxsportler versammelt, die zwischen 1893 und 1942 kämpften.
Pioniere („Pioneers“) [Bearbeiten]
In dieser Kategorie sind Boxsportler gelistet, die vor 1892 eine Karriere verfolgten.
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Nicht-Sportler („Non-Participants“) [Bearbeiten]
In dieser Liste sind unter anderem Boxfunktionäre, Historiker, Moderatoren, Trainer oder Promoter vermerkt.
Beobachter („Observers“) [Bearbeiten]
In dieser Liste finden sich unter anderem Autoren und Journalisten, die sich dem Boxsport als Thema annahmen.
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Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Smolen, Dyana: „Something Magical: Fans Can Interact With Their Boxing Heroes.“ In: The Post-Standard (Syracuse, New York), 5. Juni 2008, S. 3.
- ↑ Biografie von Aileen Eaton bei ibhof.com (abgerufen am 22. Juni 2008).
- ↑ AP: Thomas Hearns tops the new Hall of Fame class, 6. Dezember 2011.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Webpräsenz (englisch)