International Crisis Group
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International Crisis Group (ICG) ist eine renommierte nichtstaatliche Organisation, welche im Wesentlichen von US-Stiftungen, Spenden und durch Zuwendungen aus nationalen Haushalten finanziert wird und seit Ende der 1990er Analysen und Lösungsvorschläge zu internationalen Konflikten liefert. Die ICG hat etwa 130 in Vollzeit beschäftigte Mitarbeiter (Stand 2009).
Die Organisation wurde vom ehemaligen EU-Kommissar für Auslandsbeziehungen Chris Patten (Lord Patten of Barnes) gegründet. Seit Januar 2000 ist der ehemalige australische Außenminister Gareth Evans Präsident und Geschäftsführer der Organisation. Der Beirat (Advisory Board) besteht aus internationalen Politikern, Diplomaten und Militärs, aus Deutschland ist Joschka Fischer vertreten, externe deutsche "Senior Advisors" sind Volker Rühe und Uta Zapf.
In Brüssel befindet sich der Hauptsitz der ICG, weitere Vertretungen befinden sich in Washington DC, New York, London und Moskau. Des Weiteren arbeiten die Mitarbeiter der Organisation in 15 Zweigstellen in aller Welt und sind in Krisengebieten in etwa 50 Ländern aktiv.
Die Berichte der ICG werden an die Außenministerien und internationale Organisationen gesendet, sowie auf der Website der Organisation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Organisation wird vorgeworfen, in einigen Konflikten parteilich zu sein, etwa in der 2007 erfolgten ultimativen Forderung an die EU, rasch die Unabhängigkeit des völkerrechtlich zu Serbien gehörenden Kosovo anzuerkennen. Dies wurde von Serbien und Russland als Provokation betrachtet.

