International Game Developers Association

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IGDA ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für den deutschsprachigen Schriftstellerverband siehe Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren (IGdA).

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International Game Developers Association
(IGDA)
Rechtsform Eingetragener Verein nach amerikanischem Recht
Zweck Interessensverband für Computerspielentwickler
Sitz Mount Royal (New Jersey), Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Gründung 1995 (als Computer Game Developers Association)
Vorstand Dustin Clingman
Geschäftsführer Kate Edwards
Mitglieder >10.000
Organisationstyp Non-Profit
Website www.igda.org

Die International Game Developers Association (IGDA) ist eine in den Vereinigten Staaten eingetragene Non-Profit-Organisation. Es handelt sich um einen Berufs- und Interessensverband für über 10.000 Computerspieleentwickler weltweit, mit dem Ziel „Karrierechancen und das Leben von Spieleentwicklern zu verbessern“.[1] Die IGDA vergibt im Rahmen der jährlichen Game Developers Conference die Game Developers Choice Awards für die besten Computerspiele des vergangenen Jahres.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die IDGA 1994 als Computer Game Developers Association. Sie entstand in Folge politischer Diskussionen zum Thema Computerspiele, die zum sogenannten Video Game Rating Act und der Einführung des Entertainment Software Rating Boards führten. Da sich die Spieleentwickler in der Debatte nicht ausreichend repräsentiert fühlten, entstand auf der Game Developers Conference 1994 der Beschluss, einen eigenen Interessensverband zu gründen. Mitbegründer sowie erster President und Chairman des Verbands war der langjährige EA-Spieleentwickler Ernest Adams, der auch zu den Initiatoren der Game Developers Conference zählte.[2] 1999 benannte sich der Verband in International Game Developers Association um.

Von September 2000 bis März 2009 wurde der Verband von Jason Della Rocca als Executive Director geleitet. Unter seiner Führung wuchsen die Mitgliederzahlen von 500 auf 15.000 an.[3][4] Sein Nachfolger wurde Joshua Caulfield, der sich im Juli 2010 aus dem Amt zurückzog.[5] Im August 2010 übernahm Gordon Bellamy den Vorsitz, den er bis Juli 2012 innehielt.[6] Im Dezember wurde Kate Edwards zur neuen Executive Director ernannt.[7]

Organisation[Bearbeiten]

In Anerkennung der weitreichenden, multidisziplinären Natur der interaktiven Unterhaltung gibt es keine Zugangshürden für eine Mitgliedschaft in der IGDA. Jede Person, die sich als Spieleentwickler betrachtet, darf sich für eine Mitgliedschaft bewerben. Der Verband organisiert sich in Chapters, Special Interest Groups und Committees.

  • Chapters dienen zur informellen Vernetzung von Spieleentwicklern auf lokaler Ebene. Eine festgeschriebene Form für Chapters gibt es trotz entsprechender Überlegungen bislang nicht. Sie variieren in Größe und Frequenz der Treffen und bieten beispielsweise ein Forum für Diskussionen über aktuelle Probleme der Computerspieleindustrie oder zeigen Demos der neuesten Spiele. Regionale Chapter können mit Veranstaltungen wie der GameX Industry Summit kooperieren.[8]
  • Special Interest Groups (SIGs) haben zum Ziel, das Interesse von Entwicklern für spezifische Themen oder Disziplinen zu wecken. Beispiel hierfür ist die Game Education SIG, deren Ziel es ist „eine Gemeinschaftsressource zu erschaffen, die die Stellung der IGDA in der akademische Lehre stärken und gleichzeitig die Ausbildung zukünftiger und tätiger Spieleentwickler verbessern soll“. Einige SIGs fungieren als Sponsoren für Veranstaltungen wie die Global Game Jam.[9]
  • Committees werden üblicherweise eingerichtet um normalerweise über einen kurzen Zeitraum Untersuchungen zu einem speziellen Thema durchzuführen, die in einem Report münden. Einige jedoch arbeiten über einen längeren Zeitraum und erstellen jährlich Reports. Einige dieser Reports führen zu neuen Standards in der Spieleindustrie.

Kontroversen[Bearbeiten]

Für die Game Developers Conference im März 2013 trat das Unternehmen YetiZen auf die IGDA zu, um sie als Partner für die Ausrichtung der GDC-Party für Branchenvertreter zu gewinnen. Um die Veranstaltung zu bewerben, engagierte YetiZen zwei Models, deren Kleidung und Auftritte jedoch als unangemessen wahrgenommen wurden. Der IGDA wurde unter anderem vorgeworfen, Frauen herabzuwürdigen, was der Verband in einer Stellungnahme dementierte und sich für die Veranstaltung entschuldigte.[10] Aus Protest erklärte unter anderem Brenda Romero ihren Rücktritt als Co-Chair der IGDA Special Interest Group für Frauen in der Spieleindustrie.[11]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. About (englisch) IGDA. Abgerufen am Februar 2009.
  2.  Christopher Henson: Game Developers Conference (GDC). In: Mark J. P. Wolf (Hrsg.): Encyclopedia of Video Games: The Culture, Technology, and Art of Gaming. ABC-CLIO, Santa Barbara (Kalifornien), ISBN 9780313379369, S. 227–228 (Onlineansicht).
  3. Della Rocca Quits IGDA (englisch) In: Edge. 2. Februar 2009. Abgerufen am 28. Februar 2009.
  4. The International Game Developers Association (IGDA) Announces Search for a New Executive Director (englisch) IGDA. 2. Februar 2009. Abgerufen am 28. Februar 2009.
  5. Ben Gilbert: IGDA executive editor resigns after first year (englisch) In: Joystiq. AOL. 26. Juli 2010. Abgerufen am 14. Mai 2013.
  6. Mike Schramm: IGDA executive director resigns, joins China's Tencent (englisch) In: Joystiq. AOL. 31. Juli 2012. Abgerufen am 14. Mai 2013.
  7. Mike Schramm: Kate Edwards named IGDA's new executive director (englisch) In: Joystiq. AOL. 28. Dezember 2012. Abgerufen am 14. Mai 2013.
  8. Partners with GameX Industry Summit in Philadelphia. Pressemitteilung vom 9. April 2009, http://www.gamexpo.us/summit/press/20090409.html Abgerufen 24. April 2009
  9. IGDA Education SIG Spawns First Global Game Jam (englisch) IGDA. 23. November 2008. Archiviert vom Original am 14. August 2010. Abgerufen am 27. August 2009.
  10. IGDA apologizes for 'inappropriate' party (englisch) In: GameSpot. 28. März 2013. Abgerufen am 28. März 2013.
  11. IGDA Responds to the GDC Party Faux Pas (englisch) In: Forbes Magazine. 28. März 2013. Abgerufen am 28. März 2013.