International Prize for Arabic Fiction

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Der Internationale Preis für den arabischen Roman (International Prize for Arabic Fiction) ist ein Buchpreis, der im Jahr 2008 erstmals vergeben wurde.

Organisation[Bearbeiten]

Die Behörde für Kultur und Tourismus in Abu Dhabi finanziert und organisiert die Preisvergabe. Sie hat einen Beirat (Board of Trustees) von Persönlichkeiten aus dem arabischen Raum benannt, der die jährlich wechselnden Mitglieder der fünfköpfigen Jury auswählt. Die Jury erstellt zunächst aus den über einhundert Einsendungen eine Longlist von ca. 16 für das Preisjahr in Frage kommenden Werken. Danach wird eine Shortlist mit sechs Titeln ausgewählt, aus ihr schließlich der Preisträger bestimmt. Im Jahr 2011 kam es zu einem geteilten ersten Preis. Der Preis wird bei der Abu Dhabi International Book Fair übergeben.

Bei der erstmaligen Einrichtung des Preises, sowie unterstützend auch in den Folgejahren, wirkte die Organisation des Booker Preises in London mit, der Preis hat aber, wie beide Organisationen betonen, keine unmittelbare Verbindung zum Man Booker Prize. Dennoch hat sich in der Berichterstattung der Name Arabischer Booker-Preis etabliert.[1]

Mit dem Preis ist ein Preisgeld von 50.000 USD verbunden sowie ein Vertrag zur Übersetzung des Werkes in die englische Sprache. Die sechs Autoren der Shortlist erhalten ebenfalls ein Preisgeld, das 2014 10.000 USD betrug.[1] Da es das eigentliche Ziel des Wettbewerbs ist, die internationale Aufmerksamkeit für den modernen arabischen Roman zu steigern, werden auch die anderen Autoren der Longlist bei der Vermarktung und Übersetzung unterstützt.

Der Preis hat beim Lesepublikum ein hohes Renommée, „die Kooperation mit einer ausländischen Institution überzeuge das Publikum“.[1] Der Preis gilt bei den Verlagen im arabischen Raum als der einzige, der sicher absatzsteigernd wirkt. Schon die Nominierung auf die Longlist kann als Auszeichnung vermarktet werden.

Im Beirat saßen u.a. die Schriftsteller Ahdaf Soueif und Joumana Haddad, sein Sprecher war anfangs Jonathan Taylor, der auch dem Booker-Preis-Beirat vorstand. In der Jury war einmal im Jahr 2009 auch der deutsche Übersetzer Hartmut Fähndrich vertreten.

Ausgezeichnete Bücher[Bearbeiten]

Mohammed Achaari und Raja'a 'Alem bei der Preisvorstellung in London (2011)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Mona Naggar: Das Buch zur Stunde, NZZ, 3. Mai 2014, S. 22