International Rehabilitation Council for Torture Victims

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Das International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT) ist eine unabhängige, global operierende Organisation mit Sitz in Kopenhagen, die 1985 von der bekannten dänischen Ärztin und Ai-Aktivistin Inge Genefke und ihren Mitstreitern gegründet wurde.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das IRCT hat es sich zur Aufgabe gemacht, weltweit Hilfsorganisationen und Einzelpersonen im Kampf gegen die Folter zu unterstützen. Dabei konzentriert es sich vorrangig auf drei Ziele:

  1. Unterstützung von Folteropfern und deren Familien mit medizinischen und psychologischen Ansätzen zu ihrer Rehabilitation
  2. rechtliche Unterstützung von Folteropfern sowie und die juristische Verfolgung der Täter
  3. Prävention von Folter

Das IRCT hat sich zu einem internationalen Dachverband zur Unterstützung von Folteropfern entwickelt mit gegenwärtig über 140 Mitgliedsorganisationen in über 70 Ländern und arbeitet eng mit dem UN-Ausschuss gegen Folter zusammen. Die Organisation stellt über die Unterstützungsarbeit hinaus Informationen zum Thema Folter und deren Prävention zur Verfügung und schickt Beobachter beziehungsweise eigene Experten zu internationalen Kongressen und Tagungen. Darüber hinaus berät sie Partnerorganisationen in Ländern, in denen Folterfälle festzustellen sind, beim Aufbau örtlicher Zentren und Netzwerke. Das IRCT arbeitet eng zusammen mit dem Rehabilitation and Research Centre for Torture Victims (RCT), das ebenfalls in Kopenhagen ansässig ist, und dessen Dokumentationszentrum 'RCT Documentation Centre', das weltweit die größte themenbezogene Sammlung von Dokumenten wie Artikel, Bücher, Zeugnisse, Briefe oder CD-ROMs darstellt.

Der IRCT wird heute von Inge Genefkes Nachfolgerin, der schwedischen Juristin Brita Sydhoff, als Generalsekretärin geleitet, die einem internationalen Mitarbeiterteam vorsteht.

Weblinks[Bearbeiten]