Internationale Filmfestspiele von Cannes 1946

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Die 1. Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1946 fanden vom 20. September bis zum 5. Oktober 1946 statt.

Präsident der ersten Jury der Filmfestspiele Cannes war der französische Historiker Georges Huisman. Eine Goldene Palme wurde in den Anfangsjahren noch nicht vergeben. Die Jury vergab zum Ende des Festivals 11 Grand Prix, die gleichberechtigt vergeben wurden.

Wettbewerb[Bearbeiten]

Folgende Filme standen im ersten Wettbewerb der Filmfestspiele (Preisträgertitel in Fett):

Filmtitel Regisseur Produktionsland Darsteller (Auswahl)
Anna und der König von Siam John Cromwell USA Irene Dunne, Rex Harrison
Der Bandit Alberto Lattuada Italien Anna Magnani
Begegnung David Lean Großbritannien Celia Johnson, Trevor Howard
Berüchtigt Alfred Hitchcock USA Cary Grant, Ingrid Bergman, Claude Rains
Blut und Feuer Anders Henrikson Schweden
Morphium Johan Jacobsen Dänemark
Caesar und Cleopatra Gabriel Pascal Großbritannien Claude Rains, Vivien Leigh, Stewart Granger
Camões José Leitão de Barros Portugal
Donia Mohamed Karim Ägypten
Die drei Musketiere Miguel M. Delgado Mexiko
Es war einmal Jean Cocteau Frankreich Jean Marais, Josette Day
Gilda Charles Vidor USA Rita Hayworth, Glenn Ford
Un Giorno nella vita Alessandro Blasetti Italien Massimo Girotti
Glinka Leo Arnstam Sowjetunion
Die große Wende Friedrich Ermler Sowjetunion
Das Haus der Lady Alquist George Cukor USA Charles Boyer, Ingrid Bergman, Joseph Cotten
Iris och löjtnantshjärta Alf Sjöberg Schweden Stig Järrel, Mai Zetterling
Die letzte Chance Leopold Lindtberg Schweiz
Der letzte Schleier Compton Bennett Großbritannien James Mason, Ann Todd, Herbert Lom
Mädchen Nr. 217 Michail Romm Sowjetunion
Make Mine Music Walt Disney USA Zeichentrickfilm
Maria Candelaria Emilio Fernández Mexiko Dolores del Río, Pedro Armendáriz
Le Miserie del Signor Travet Mario Soldati Italien Carlo Campanini
Muzi bez krídel František Čáp Tschechoslowakei
Neecha Nagar Chetan Anand Indien
Paganini Bernard Knowles Großbritannien Stewart Granger
Patrie Louis Daquin Frankreich
Le Père tranquille René Clément Frankreich
Rhapsodie in Blau Irving Rapper USA Robert Alda, Joan Leslie, Charles Coburn
Rom, offene Stadt Roberto Rossellini Italien Aldo Fabrizi, Anna Magnani
Rote Wiesen Bodil Ipsen, Lau Lauritzen Dänemark
Schatten der Vergangenheit Christian-Jaque Frankreich Louis Jouvet
Schienenschlacht René Clément Frankreich
Sei gegrüßt, Moskau Sergei Jutkewitsch Sowjetunion
Die steinerne Blume Alexander Ptuschko Frankreich, Sowjetunion
Stille Helden Basil Dearden Großbritannien Michael Redgrave
Três Dias Sem Deus Bárbara Virgínia Portugal
Und es ward Licht Jean Delannoy Frankreich Pierre Blanchar, Michèle Morgan
Die Ungeliebte Otakar Vávra Tschechoslowakei
Das verlorene Wochenende Billy Wilder USA Ray Milland, Jane Wyman
Verschwörung gegen Tod und Hölle Giacomo Gentilomo Italien Gino Bechi
Der Wundermann H. Bruce Humberstone USA Danny Kaye, Virginia Mayo
Soja Leo Arnstam Sowjetunion

Preisträger[Bearbeiten]

Den Grand Prix zu gleichen Teilen erhielten folgende Filme:[1]

  • Begegnung von David Lean
  • Iris och löjtnantshjärta von Alf Sjöberg
  • Die letzte Chance von Leopold Lindtberg
  • Das verlorene Wochenende von Billy Wilder
  • Maria Candelaria von Emilio Fernández
  • Muži bez křídel von František Čáp
  • Neecha Nagar von Chetan Anand
  • Rom, offene Stadt von Roberto Rossellini
  • Rote Wiesen von Bodil Ipsen und Lau Lauritzen
  • Und es ward Licht von Jean Delannoy
  • Die große Wende von Friedrich Ermler

Weitere Preise[Bearbeiten]

  • Bester Schauspieler: Ray Milland in Das verlorene Wochenende
  • Beste Schauspielerin: Michèle Morgan in Und es ward Licht
  • Bester Regisseur: René Clément für Schienenschlacht
  • Beste Kamera: Gabriel Figueroa für Maria Candelaria
  • Bestes Zeichentrickdesign: Make Mine Music
  • Bester Farbfilm: Die steinerne Blume
  • Internationaler Friedenspreis: Die letzte Chance
  • Preis der internationalen Jury: Schienenschlacht

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jean-Louis G. Siboun: 1946–1992. Media-Planning, Montreuil 1992 (Cannes memories, 45), S. 9.