Internationale Filmfestspiele von Cannes 2014

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Die 67. Internationalen Filmfestspiele von Cannes fanden vom 14. bis 25. Mai 2014 statt. Eröffnet wurde das Filmfestival mit Olivier Dahans Filmbiografie Grace of Monaco,[1] die außer Konkurrenz lief. Das Fürstenhaus von Monaco nahm aus Protest gegen den Film nicht an der Eröffnung der Filmfestspiele von Cannes teil.[2] Abschlussfilm der Filmfestspiele wurde der in 4K2K restaurierte Spielfilm Für eine Handvoll Dollar von Sergio Leone.

Präsidentin der internationalen Jury, die unter anderem die Goldene Palme vergibt, war in diesem Jahr die neuseeländische Regisseurin Jane Campion. Aufgrund der Europawahlen am 25. Mai wurden die Gewinner des Festivals einen Tag früher als üblich bekannt gegeben.[3] Moderator der Auftaktzeremonie und der Preisgala war der französische Schauspieler Lambert Wilson.

Die Goldene Palme ging an den Film Winterschlaf (engl. Festivaltitel: Winter Sleep, Originaltitel: Kış Uykusu) von Nuri Bilge Ceylan, der im Vorfeld auch als Mitfavorit galt.[4][5][6]

Lambert Wilson, Moderator der Eröffnungszeremonie und abschließenden Preisverleihung

Festivalplakat[Bearbeiten]

Offizielles Festivalplakat
Vorlage:Infobox Gemälde/Wartung/KünstlerLagency / Taste, Paris, 2014 (unter Verwendung einer Fotografie von Gaumont)

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(Bitte Urheberrechte beachten)

Das Festivalplakat zeigte den italienischen Schauspieler Marcello Mastroianni in einer Szene des Films von Federico Fellini aus dem Jahr 1963. Im Film erblickt er dabei Claudia Cardinales Filmfigur Claudia, wobei er seine Sonnenbrille leicht hinunterzieht und über die Gläser blickt. Der Film lief 1963 außerhalb des Wettbewerbs der Filmfestspiele. Das Design des Plakats stammt von Hervé Chigioni und Gilles Frappier.[7]

Offizielle Auswahl[Bearbeiten]

Internationaler Wettbewerb[Bearbeiten]

Wettbewerbsjury[Bearbeiten]

Die Jury der Filmfestspiele 2014

Als Nachfolgerin des letztjährigen Jurypräsidenten Steven Spielberg wurde Anfang Januar 2014 die neuseeländische Regisseurin Jane Campion vorgestellt. Campion nahm 1986 erstmals an den Filmfestspielen in Cannes mit einem Kurzfilm teil. Sie ist die einzige Regisseurin, die die Goldene Palme gewonnen hat: Sie erhielt den Preis 1993 für Das Piano. Für ihren Kurzfilm Peel gewann sie zudem 1986 eine Goldene Palme für den Besten Kurzfilm und ist die bisher einzige Person, die zwei derartige Ehrungen erhalten hat.[8]

Der Jurypräsidentin standen mehrere Jurymitglieder zur Seite, deren Namen am 28. April präsentiert wurden:

Konkurrenten um die Goldene Palme[Bearbeiten]

Statistik
(Stand: 2014)
* = ehemaliger Gewinner der Goldenen Palme
Regisseur/-in Einladungen
Ken Loach* 12
Jean-Luc Godard 7
Atom Egoyan,
Jean-Pierre und Luc Dardenne*
6
David Cronenberg,
Nuri Bilge Ceylan, Mike Leigh*
5
Olivier Assayas, Naomi Kawase 4
Bertrand Bonello 3
Michel Hazanavicius, Tommy Lee Jones, Andrei Swjaginzew 2
Xavier Dolan, Bennett Miller, Alice Rohrwacher, Abderrahmane Sissako, Damián Szifrón 1

Das offizielle Wettbewerbsprogramm wurde am 17. April 2014 von den Festivalorganisatoren bekannt gegeben. Insgesamt konkurrierten 18 Filme um die Goldene Palme. Deutschland war im Wettbewerb nicht vertreten; Fatih Akın zog seinen Beitrag The Cut kurz vor Bekanntgabe der Filme zurück;[9] auch neu fertiggestellte Werke von Andreas Dresen (Als wir träumten) und Christian Petzold (Phoenix) hatten keine Berücksichtigung gefunden. Wim Wenders, der als Koregisseur des Dokumentarfilms The Salt of the Earth in der Nebenreihe Un Certain Regard vertreten war, kritisierte einige Tage vor Festivalbeginn die Auswahlpolitik für deutsche Filme.[10]

Für den Wettbewerb um die Goldene Palme für den besten Spielfilm durften Produktionen eingereicht werden, die innerhalb der letzten zwölf Monate vor Festivalbeginn fertiggestellt worden waren, vorab an keinem internationalen Festival teilgenommen hatten, außerhalb ihres Ursprungslandes bisher nicht kommerziell ausgewertet worden waren und weder im Fernsehen noch Internet präsentiert wurden. Einreichfrist für Filme im Wettbewerb um die Goldene Palme war dabei der 10. März 2014.[11]

Spielfilme[Bearbeiten]

Eine Übersicht über die 18 Spielfilmproduktionen, die um die Goldene Palme konkurrierten.

Film Regie Land Darsteller (Auswahl)
Adieu au langage
(Goodbye to Language)
Jean-Luc Godard Frankreich Héloïse Godet, Kamel Abdelli, Richard Chevallier
Captives
(The Captive)
Atom Egoyan Kanada Ryan Reynolds, Rosario Dawson, Mireille Enos
Deux jours, une nuit
(Two Days, One Night)
Jean-Pierre Dardenne
Luc Dardenne
Belgien, Frankreich, Italien Marion Cotillard, Fabrizio Rongione
Foxcatcher Bennett Miller Vereinigte Staaten Channing Tatum, Mark Ruffalo, Steve Carell
Futatsume no mado
(2つ目の窓 / Still the Water)
Naomi Kawase Frankreich, Japan, Spanien Jun Yoshinaga, Nijirô Murakami, Tetta Sugimoto
The Homesman Tommy Lee Jones Vereinigte Staaten Tommy Lee Jones, Hilary Swank, David Dencik
Jimmy’s Hall Ken Loach Vereinigtes Königreich, Irland, Frankreich Barry Ward, Simone Kirby, Jim Norton
Leviathan
(Левиафан)
Andrei Swjaginzew Russland Alexej Serebrjakow, Roman Madjanow, Wladimir Wdowitschenkow
Maps to the Stars David Cronenberg Kanada, Deutschland Julianne Moore, Mia Wasikowska, John Cusack
Le meraviglie
(The Wonders)
Alice Rohrwacher Italien, Schweiz, Deutschland Maria Alexandra Lungu, Sam Louwyck, Alba Rohrwacher
Mommy Xavier Dolan Kanada Anne Dorval, Antoine-Olivier Pilon, Suzanne Clément
Mr. Turner Mike Leigh Vereinigtes Königreich Timothy Spall, Dorothy Atkinson, Marion Bailey
Relatos salvajes
(Wild Tales)
Damián Szifrón Argentinien, Spanien Ricardo Darín, Oscar Martinez, Leonardo Sbaraglia
Saint Laurent Bertrand Bonello Frankreich Gaspard Ulliel, Jérémie Renier, Léa Seydoux
The Search Michel Hazanavicius Frankreich, Georgien Bérénice Bejo, Annette Bening, Maxim Emelianov
Sils Maria
(Clouds of Sils Maria)
Olivier Assayas Frankreich Juliette Binoche, Kristen Stewart, Chloë Grace Moretz
Timbuktu Abderrahmane Sissako Frankreich, Mauretanien Ibrahim Ahmed, Toulou Kiki, Abel Jafri
Winter Sleep
(Kış Uykusu)
Nuri Bilge Ceylan Türkei, Frankreich, Deutschland Haluk Bilginer, Melisa Sözen, Demet Akbağ

Außer Konkurrenz und Sonderaufführungen[Bearbeiten]

Außer Konkurrenz wurden im Rahmen des Offiziellen Programms folgende Filme vorgestellt:

Mitternachtsaufführungen („Séances de minuit“)
Sonderaufführungen („Séances Spéciales“)
Aufführung anlässlich des 70. Geburtstages von Le Monde

Un Certain Regard[Bearbeiten]

In der Reihe Un Certain Regard (deutsch „Ein gewisser Blick“) werden vornehmlich Werke von weniger bekannten Filmemachern gezeigt, die mit einem mit 30.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet werden. Die Jury stand 2014 unter der Leitung des argentinischen Regisseurs Pablo Trapero. Weitere Jurymitglieder waren der Leiter der Criterion Collection Peter Becker, die norwegisch-schwedische Schauspielerin Maria Bonnevie, die französische Schauspielerin Géraldine Pailhas sowie Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Moussa Touré aus dem Senegal.[12]

Das Programm der Reihe umfasste 20 Filme. Eröffnungsfilm der Reihe war der französische Beitrag Party Girl von Marie Amachoukeli, Claire Burger und Samuel Theis.

Film Regie Land Darsteller (Auswahl)
Amour Fou Jessica Hausner Österreich Birte Schnöink, Christian Friedel, Stephan Grossmann
Bird People Pascale Ferran Frankreich Josh Charles, Anaïs Demoustier, Roschdy Zem
La chambre bleue
(The Blue Room)
Mathieu Amalric Frankreich Serge Bozon, Léa Drucker, Mathieu Amalric
Charlie’s Country Rolf de Heer Australien David Gulpilil, Peter Djigirr, Luke Ford
The Disappearance of Eleanor Rigby Ned Benson Vereinigte Staaten James McAvoy, Jessica Chastain, Nina Arianda
도희야 (Dohee-ya)
(A Girl at My Door)
July Jung Südkorea Bae Doona, Kim Sae-ron, Song Sae-byuk
幻想曲 Fantasia Wang Chao Volksrepublik China Hu Ruijie, Su Su, Zhang Xu
Fehér Isten
(Wrong God)
Kornél Mundruczó Ungarn, Deutschland, Schweden Zsófia Psotta, Sándor Zsótér, Lili Monori
Hermosa juventud
(Beautiful Youth)
Jaime Rosales Spanien, Frankreich Ingrid García-Jonsson, Carlos Rodríguez
Incompresa
(Misunderstood)
Asia Argento Italien, Frankreich Charlotte Gainsbourg, Gabriel Garko, Giulia Salerno
Jauja Lisandro Alonso Argentinien, Vereinigte Staaten, Niederlande, Frankreich, Mexiko Viggo Mortensen, Ghita Nørby, Viilbjork Agger Malling
Loin de mon père
(That Lovely Girl)
Keren Yedaya Israel Maayan Turgeman, Grad Tzahi, Yaël Abecassis
Lost River Ryan Gosling Vereinigte Staaten Christina Hendricks, Iain De Caestecker, Eva Mendes
Party Girl Marie Amachoukeli
Claire Burger
Samuel Theis
Frankreich Angélique Litzenburger, Joseph Bour, Mario Theis
Run Philippe Lacôte Elfenbeinküste, Frankreich Isaac de Bankolé, Reine Sali Coulibaly, Abdoul Karim Konaté
The Salt of the Earth Wim Wenders
Juliano Ribeiro Salgado
Frankreich Dokumentarfilm über Sebastião Salgado
Snow in Paradise Andrew Hulme Vereinigtes Königreich Frederick Schmidt, Martin Askew, Claire-Iouise Cordwell
Titli Kanu Behl Indien Ranvir Shorey, Amit Sial, Lalit Behl
Turist
(Force Majeure)
Ruben Östlund Schweden Johannes Kuhnke, Lisa Loven Kongsli, Clara Wettergren
Xenia Panos H. Koutras Griechenland, Frankreich, Belgien Kostas Nikouli, Nikos Gelia, Aggelos Papadimitriou

Kurzfilmwettbewerb[Bearbeiten]

Abbas Kiarostami, Jurypräsident des Kurzfilmwettbewerbs

Der Jury des Kurzfilmwettbewerbs stand der iranische Regisseur und Drehbuchautor Abbas Kiarostami vor. Weitere Jurymitglieder waren die französische Regisseurin, Schauspielerin und Drehbuchautorin Noémie Lvovsky, die brasilianische Regisseurin Daniela Thomas, Regisseur Mahamat-Saleh Haroun aus dem Tschad sowie der norwegische Regisseur Joachim Trier. Die Jury entschied über die Vergabe der Goldenen Palme für den Besten Kurzfilm.[13]

Film Regie Land Länge
(in min)
The Administration of Glory Ran Huang Volksrepublik China 15’
Aïssa Clément Tréhin-Lalanne Frankreich 8’
Les corps étrangers
(Foreign Bodies)
Laura Wandel Belgien 15’
Happo-en Masahiko Sato
Takayoshi Ohara
Yutaro Seki
Masayuki Toyota
Kentaro Hirase
Japan 13’
Ja, vi elsker
(Yes we Love)
Hallvar Witzø Norwegen 15’
A Kivégzés
(The Execution)
Petra Szőcs Ungarn, Rumänien 14’
Leidi Simón Mesa Soto Kolumbien, Vereinigtes Königreich 15’
Sonuncu
(The Last One)
Sergey Pikalov Aserbaidschan 15’
Ukhilavi Sivrtseebi
(Invisible Spaces)
Dea Kulumbegashvili Georgien 10’

Cinéfondation[Bearbeiten]

Für die 1998 ins Leben gerufene Reihe Cinéfondation werden Kurzfilmarbeiten aus der ganzen Welt ausgewählt, darunter sowohl Animations- als auch Realfilme. Das Programm richtet sich an Filmstudenten. Als Jury fungierte die Kurzfilmjury um Abbas Kiarostami, die die drei Cinéfondation-Preise vergab.[13]

Film Regie Land (Hochschule) Länge
(in min)
ما حدث بعد وضع حجز الأساس لمشروع الحمام بالكيلو 375
(The Aftermath of the Inauguration of the Public Toilet at Kilometer 375)
Omar El Zohairy Ägypten (High Cinema Institute, Gizeh) 18’
The Bigger Picture Daisy Jacobs Vereinigtes Königreich (National Film and Television School) 7’
Home Sweet Home Pierre Clenet
Alejandro Diaz
Romain Mazevet
Stéphane Paccolat
Frankreich (Supinfocom, Arles) 10’
Last Trip Home Han Fengyu Singapur (Ngee Ann Polytechnic) 26’
Leto bez meseca
(Moonless Summer)
Stefan Ivančić Serbien (Fakultät für Dramaturgie, Universität der Künste Belgrad) 31’
Lievito madre
(Sourdough)
Fulvio Risuleo Italien (Centro Sperimentale di Cinematografia) 17’
Niagara Chie Hayakawa Japan (ENBU Seminar) 27’
Oh Lucy! Atsuko Hirayanagi Japan, Singapur, Vereinigte Staaten (NYU Tisch School of the Arts Asia, Singapur) 22’
Les oiseaux-tonnerre
(Thunderbirds)
Léa Mysius Frankreich (La fémis) 24’
Our Blood Max Chan Vereinigte Staaten (Hampshire College, Amherst) 26’
Provincia György Mór Kárpáti Ungarn (University of Theatre and Film Arts, Budapest) 21’
Skunk Annie Silverstein Vereinigte Staaten (University of Texas at Austin) 20’
Soom
(Breath)
Kwon Hyun-ju Südkorea (Chung-Ang University) 38’
Stone Cars Reinaldo Marcus Green Vereinigte Staaten (Tisch School of the Arts) 14’
Une vie radieuse
(A Radiant Life)
Meryll Hardt Frankreich (Le Fresnoy) 17’
The Visit Inbar Horesh Israel (Minshar for Art) 27’

Semaine internationale de la critique[Bearbeiten]

Parallel zur Vergabe der Goldenen Palme widmet sich die seit 1962 bestehende Nebensektion Semaine internationale de la critique (bis 2007 Semaine de la critique) der Entdeckung neuer Talente. Ausgerichtet vom Syndicat français de la critique de cinéma konkurrieren ausschließlich Erstlingsfilme oder Zweitwerke junger Regisseure. Der Wettbewerb umfasste in der Vergangenheit stets sieben Spielfilme und sieben Kurzfilmarbeiten, die seit 1990 mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet werden. Begleitet wird die „internationale Kritikerwoche“ von Sonderaufführungen zahlreicher Kurzfilme.

Langfilme[Bearbeiten]

Film Regie Land Darsteller (Auswahl)
Gente de bien Franco Lolli Kolumbien, Frankreich Brayan Santamarià, Carlos Fernando Perez, Alejandra Borrero
Hope Boris Lojkine Frankreich Justin Wang, Endurance Newton, Dieudonné Bertrand Balo’o
It Follows David Robert Mitchell Vereinigte Staaten Maika Monroe, Keir Gilchrist, Daniel Zovatto
Più buio di mezzanotte
(Darker Than Midnight)
Sebastiano Riso Italien Davide Capone, Vincenzo Amato, Lucia Sardo Laurier
Self Made
(Boreg)
Shira Geffen Israel Sarah Adler, Samira Saraya, Doraid Liddawi
The Tribe
(Plemya)
Myroslav Slaboshpytskiy Ukraine Grigoriy Fesenko, Yana Novikova, Rosa Babiy
When Animals Dream
(Når Dyrene Drømmer)
Jonas Alexander Arnby Dänemark Sonia Suhl, Lars Mikkelsen, Sonja Richter

Kurzfilme[Bearbeiten]

Film Regie Land Länge
(in min)
A Ciambra
(Young Lions of Gypsy)
Jonas Carpignano Italien, Frankreich 16′
Boa noite Cinderela
(Goodnight Cinderella)
Carlos Conceição Portugal 30′
The Chicken Una Gunjak Kroatien, Deutschland 15′
La contre-allée Cécile Ducrocq Frankreich 29′
Crocodile Gaëlle Denis Vereinigtes Königreich 15′
Les fleuves m’ont laissée descendre où je voulais Laurie Lassalle Frankreich 38′
Petit frère Rémi St-Michel Kanada 14′
Safari Gerardo Herrero Spanien 15′
TrueLoveStory Gitanjali Rao Indien 19′
Une chambre bleue
(Niebieski Pokój)
Tomasz Siwiński Polen, Frankreich 14′

Quinzaine des réalisateurs[Bearbeiten]

Die Nebenreihe Quinzaine des Réalisateurs (dt.: „Zwei Wochen der Regisseure“) wurde 1969 in Anlehnung an die ein Jahr zuvor stattgefundenen Maiunruhen ins Leben gerufen und wird von der Société des réalisateurs de films (SRF) organisiert. Gezeigt werden Langfilme (Dokumentar- und Spielfilme) sowie eine Vielzahl an Kurzfilmen aus aller Welt, ohne dass ein Preis vergeben wird.

Der Ehrenpreis der SRF, die Carosse d’or, ging 2014 postum an den französischen Regisseur Alain Resnais.[14] Eröffnungsfilm der Reihe wurde Bande des filles von Karidja Toure, Assa Sylla und Lindsay Karamoh.[15]

Langfilme[Bearbeiten]

Film Regie Land[16] Darsteller (Auswahl)
Alleluia Fabrice Du Welz Frankreich, Belgien Lola Dueñas, Laurent Lucas, Helena Noguerra
At li layla
(Next to Her)
Asaf Korman Israel Liron Ben-shlush, Dana Ivgy, Jacob Zada Daniel
Bande de filles
(Girlhood)
Céline Sciamma Frankreich Karidja Toure, Assa Sylla, Lindsay Karamoh
Catch Me Daddy Daniel Wolfe Vereinigtes Königreich Conor McCarron, Sameena Ahmed, Gary Lewis
Cold in July
(Juillet de sang)
Jim Mickle Vereinigte Staaten, Frankreich Michael C. Hall, Sam Shepard, Don Johnson
Gett
(Gett, The Trial of Viviane Amsalem)
Ronit Elkabetz
Shlomi Elkabetz
Frankreich, Israel, Deutschland Ronit Elkabetz, Simon Abkarian, Menashe Noy
Kaguya-hime no Monogatari
(Le Conte de la Princesse Kaguya)
Isao Takahata Japan Animationsfilm
Kkeut-kka-ji-gan-da
(A Hard Day)
Kim Seong-hun Südkorea Lee Sun-kyun, Choi Jin-woong
Les combattants
(Love At First Fight)
Thomas Cailley Frankreich Kevin Azaïs, Adèle Haenel
Mange tes morts
(Eat Your Bones)
Jean-Charles Hue Frankreich Frédéric Dorkel, Jason François, Mickaël Dauber
National Gallery Frederick Wiseman Vereinigte Staaten Dokumentarfilm
Pride
(Pride)
Matthew Warchus Vereinigtes Königreich Bill Nighy, Imelda Staunton, Dominic West
Queen and Country John Boorman Vereinigtes Königreich Callum Turner, Caleb Landry Jones, David Thewlis
Refugiado
(Refugiado)
Diego Lerman Argentinien Julieta Diaz, Sebastian Ezequiel Molinaro
These Final Hours Zak Hilditch Australien Nathan Philips, Angourie Rice, Jessica De Gouw
Tu dors Nicole Stéphane Lafleur Frankreich, Kanada Julianne Côté, Catherine St-Laurent, Francis La Haye
Whiplash Damien Chazelle Vereinigte Staaten Milles Teller, J. K. Simmons, Melissa Benoist

Kurzfilme[Bearbeiten]

Film Regie Land[16] Länge
(in min)
8 balles
(8 Bullets)
Frank Ternier Frankreich 13'
A caça revoluções
(The Revolution Hunter)
Margarida Rêgo Portugal 11'
Cambodia 2099
(Cambodia 2099)
Davy Chou Frankreich, Kambodscha 21'
En août
(Im August)
Jenna Hasse Schweiz 9'
Fragmenty
(Fragments)
Aga Woszczyńska Polen 26'
Guy Moquet Demis Herenger Frankreich 32'
Jutra
(Jutra)
Marie-Josée Saint-Pierre Kanada 13'
Man on the Chair
(Man on the Chair)
Dahee Jeong Frankreich, Südkorea 7'
Sem Coração
(Heartless)
Nara Normande
Tião
Brasilien 25'
Torn Elmar Imanov
Engin Kundag
Aserbaidschan, Deutschland 22'
Trece si prin perete
(It can pass through the wall)
Radu Jude Rumänien 17'

Caméra d’Or[Bearbeiten]

Nicole Garcia

Mit der Caméra d’Or („Goldene Kamera“) wird seit 1978 der beste Debütfilm eines Regisseurs ausgezeichnet, unabhängig in welcher Sektion dieser vertreten ist. Präsidentin der internationalen Jury war 2014 die französische Regisseurin und Schauspielerin Nicole Garcia. Unterstützt wurde sie von den Jurymitgliedern Richard Anconina (Schauspieler), Lisa Nesselson (Kritikerin), Sophie Grassin (Journalistin und Filmkritikerin), Philippe von Leeuw (belgischer Kameramann), Gilles Gaillard (Direktor von Mikros Image) und Héléna Klotz (Regisseurin).[17]

Preisträger[Bearbeiten]

Wettbewerb
Kurzfilmwettbewerb
Goldene Kamera
Un Certain Regard
Cinéfondation
  • 1. Preis: Skunk von Annie Silverstein
  • 2. Preis: Oh Lucy! von Atsuko Hirayanagi
  • 3. Preis: Sourdough von Fulvio Risuleo und The Bigger Picture von Daisy Jacobs
Semaine de la critique
  • „Grand Prix Nespresso de la Semaine de la Critique“: The Tribe von Miroslav Slaboshpytskiy
  • „France 4 Visionary Award“: The Tribe von Miroslav Slaboshpytskiy
  • „Prix SACD“: Hope von Boris Lojkine
  • „Grand Prix Canal+“ für den besten Kurzfilm: Crocodile von Gäelle Denis
Quinzaine des réalisateurs
  • „Art Cinema Award“: Love at First Fight von Thomas Cailley
  • „Prix SACD“: Love at First Fight von Thomas Cailley
  • „Label Europa Award“: Love at First Fight von Thomas Cailley
  • Illy-Preis für den besten Kurzfilm: Heartless von Nara Normande und Tião
  • Lobende Erwähnung: It Can Pass Through the Wall von Radu Jude
Weitere Preise

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Grace of Monaco“ eröffnet Cannes. faz.net, 24. Januar 2014.
  2. hpi/afp/dpa: Fürstenhaus von Monaco: Boykott gegen Nicole-Kidman-Film. spiegel.de, 2. Mai 2014.
  3. Vgl. Cannes 2014: Winners announced on Saturday 24 May. festival-cannes.fr, 10. Februar 2014.
  4. Goldene Palme für türkischen Film. faz.net, 24. Mai 2014.
  5. Cannes 2014 : le tableau complet des étoiles de la critique. lefilmfrancais.com, 24. Mai 2014.
  6. Mark Adams: Mr. Turner tops Cannes Screen jury scores. screendaily.com, 29. Mai 2014.
  7. The 67th Festival poster. festival-cannes.fr, 15. April 2014.
  8. Jane Campion to preside the Jury of the 67th Festival de Cannes. festival-cannes.fr, 7. Januar 2014.
  9. http://www.sueddeutsche.de/kultur/festival-an-der-cte-dazur-diese-filme-laufen-im-wettbewerb-von-cannes-1.1939261 Diese Filme laufen im Wettbewerb von Cannes. sueddeutsche.de, 17. April 2014.
  10. Harald Pauli: "Kein Fingerspitzengefühl". In: Focus, 12. Mai 2014, Nr. 20, S. 123.
  11. Submit a film : Rules & Regulations 2014. festival-cannes.fr.
  12. The members of the 2014 Un Certain Regard Jury. festival-cannes.fr, 11. Mai 2014.
  13. a b The 2014 Cinéfondation and Short Films Jury. festival-cannes.fr, 6. März 2014.
  14. Cannes Tag 2: Recut Alain Resnais in der Quinzaine des réalisateurs. arte.tv, 18. Mai 2014.
  15. Dominik Kamalzadeh: Stänkernde Mädchen und ein verliebter Dichter. derstandard.at, 16. Mai 2014.
  16. a b Länderangabe gemäß den Datenbank-Einträgen bei allocine.fr (abgerufen am 26. Mai 2014).
  17. Juries 2014: Caméra d’or. festival-cannes.fr.