Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen

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Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen
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Gründung 1972
Ort Bonn, Deutschland
Präsident Andre Leu
Geschäftsführer Markus Arbenz
Mitglieder 800 Organisationen in 117 Ländern
Website www.ifoam.org

Die Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen (IFOAM) ist eine internationale Vereinigung mit dem Ziel einer weltweiten Einführung ökologischer, sozialer und ökonomisch vernünftiger Systeme, die auf den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft beruhen. Das Mitgliederverzeichnis 2013 umfasst mehr als 780 Organisationen in 155 Ländern.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Vereinigung wurde 1972 vom damaligen Präsidenten des französischen biologischen Bauernverbandes „Nature et Progrès“ gegründet. Anfangs gab es keine hierarchische Organisationsstruktur. Nur aufgrund der gesetzlichen Anforderungen an eine gemeinnützige Organisation mussten Verantwortliche festgelegt werden. Claude Aubert wurde so zum ersten Generalsekretär ernannt. Derzeitiger Präsident (Stand 2012) ist Andre Leu (Australien). Bereits drei Jahre nach der Gründung durch die fünf Ursprungsmitglieder war die Vereinigung auf 50 Mitglieder aus 17 Nationen angewachsen.

1984 wurde der inzwischen eingeführte Vorstand neu gewählt und bereitete die Anstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers vor. Das wurde notwendig, da die Mitgliederzahl inzwischen auf über 100 angewachsen war und in den Folgejahren auf über 500 weiter anstieg. Die Professionalisierung schritt voran, was auch daran deutlich wurde, dass zunehmend Mitglieder aus dem Wirtschaftsleben (Verarbeiter, Händler) teilnahmen. In den 1990er Jahren trat die Organisation in die Zusammenarbeit mit internationalen Akteuren, allen voran die UNO und die FAO ein. Der wissenschaftliche Austausch wird mit eigenen Konferenzen gefördert und die Aktivitäten können in speziellen Gruppen konzentriert angegangen werden.

Der Sitz des Hauptbüros ist in Bonn-Gronau.

Die IFOAM hat, neben anderen Aktivitäten, einen Standard für ökologische Landwirtschaft und ein Rahmenwerk für Öko-Zertifizierungen entwickelt, welches richtungsweisend für z. B. die EG-Öko-Verordnung war.

IFOAM-Familie der Standards[Bearbeiten]

Die IFOAM führte 2011 die IFOAM-Familie der Standards ein. Mit diesem Ansatz soll die Harmonisierung und Vergleichbarkeit von Biostandards und Bioverordnungen gewährleistet werden. Die IFOAM-Familie der Standards ermöglicht es, Biostandards aufgrund einer einzigen Bewertungsgrundlage - dem COROS (Common Objectives and Requirements of Organic Standards) – auf ihre Qualität und Übereinstimmung mit den Prinzipien des ökologischen Landbaus zu überprüfen. Bilaterale Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Biostandards werden dadurch hinfällig und Biozertifizierung sowie internationaler Handel mit Bioprodukten werden vereinfacht.[2]

Verweise[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ifoam.org/en/news/2013/04/09/member-directory-2013-now-available-download
  2. IFOAM: The New IFOAM Family of Standards, 15. Mai 2012.