Internationale Verkehrsausstellung

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Transrapid 05 auf der IVA 1979 in Hamburg
ICE auf der IVA 1988 in Hamburg

Die Internationale Verkehrsausstellung (IVA) war eine in Deutschland stattfindende Messe, auf der das gesamte Spektrum der Verkehrstechnik gezeigt wurde. Die IVA ging aus der Deutschen Verkehrsausstellung (DVA) hervor und fand in unregelmäßigen Abständen an unterschiedlichen Messeplätzen in Deutschland statt.

Die IVA 1965 in München wurde vom Bureau International des Expositions als internationale Ausstellung anerkannt.[1] Ein wesentlicher Schwerpunkt ist bisher immer der Schienenverkehr gewesen. Auf allen Verkehrsausstellungen wurden jeweils neue Techniken erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. 1965 erreichte beispielsweise die Elektrolokomotive der DB-Baureihe 103 auf der Strecke zwischen München und Augsburg Reisezuggeschwindigkeiten bis 200 km/h. Ebenfalls 1965 wurde der erste echte Stadtbahn-Triebwagen vom Typ U1 von DUEWAG vorgestellt.

Auf der IVA 1979 in Hamburg beförderte die Magnetschwebebahn Transrapid 05 auf einer Pendelstrecke zwischen Messegelände und dem benachbartem Heiligengeistfeld, das als Ausstellungsgelände diente, Messebesucher. Außerdem wurde 1979 ein Vorserienexemplar der neuen Drehstrom-Lokomotive der Baureihe 120 vorgestellt. Im Busbereich wurden im Parkplatz-Pendelverkehr Batterie-Elektrobusse (MAN SL 200 mit Elektromotor und einachsigem Batterieanhänger) und Hybrid-Elektrobus (Daimler-Benz O 305 OE mit Dieselmotor, Elektromotor und Batterien) eingesetzt. Außerdem wurde von Daimler-Benz und der Baufirma Züblin die O-Bahn (Mercedes-Benz O 305) als Spurbus auf besonderen Wegen aus Betonfahrbahnen (auch über Brücken und durch Tunnels) vorgestellt.

Die IVA 1988 fand ebenfalls in Hamburg statt. Dort wurde das damalige Weltrekordfahrzeug (406,9 km/h) InterCityExperimental, der Prototyp des ICE vorgeführt, sowie der neue Prototyp der Magnetschwebebahn Transrapid, der Transrapid 07.

Für das Fachpublikum, vom sonstigen Publikum weniger beachtet, zeigten in- und ausländische Lokomotiv- und Waggonbau-Fabriken (z.B. Henschel-Werke, VEB Waggonbau Görlitz) insbesondere für den Export bestimmte robuste Lokomotiven, Güter- und Reisezugwagen sowie Spezialfahrzeuge.

Neben der Ausstellung fanden für Fachleute bestimmte Fachvorträge, Symposien u.a. statt.

Eine für das Jahr 2000 angekündigte IVA wurde wegen der Expo 2000 wieder abgesagt.

Als Nachfolger kann die seit 1996 alle zwei Jahre in Berlin stattfindende InnoTrans gelten.

Bisherige Verkehrsausstellungen[Bearbeiten]

Neben den Internationalen Verkehrsausstellungen gab es bereits einige nationale Vorläuferveranstaltungen:

  • 1924 Eisenbahntechnischen Ausstellungen in Seddin und in Berlin [2]
  • 1925 DVA in München [3]
  • 1940 DVA in Köln geplant, wurde aber wegen des Zweiten Weltkrieges abgesagt
  • 1951 fand als erste Nachkriegsveranstaltung zu diesem Thema die Verkehrsausstellung „Schiene und Straße“ in Essen im dortigen Grugapark statt.
  • 1953 DVA in München [3]
  • 1965 IVA in München [3]
  • 1979 IVA in Hamburg
  • 1988 IVA in Hamburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Internationale Verkehrsausstellung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Munich 1965 Website des Bureau International des Expositions. Abgerufen am 25. April 2010
  2. Internetquelle: Die Eisenbahntechnischen Ausstellungen 1924 in Seddin und in der Technischen Hochschule Charlottenburg auf www.hs-merseburg.de/~nosske/, abgerufen am 12. Januar 2014
  3. a b c Ausstellung Bavaria-Dampftopf, Mahlers Achte und die Mondrakete – Die 100jährige Geschichte der historischen Messehallen vom 13. Juni bis 28. September 2008 im Deutschen Museum – Verkehrszentrum