Internationaler Eisenbahnverband

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Länder mit UIC-Mitgliedern

Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) (franz. Union internationale des chemins de fer, engl. International Union of Railways) mit Sitz in Paris wurde am 17. Oktober 1922 mit dem Ziel gegründet, die Betriebsbedingungen der Bahnen zu vereinheitlichen. Die UIC ist die weltweite Organisation für die Zusammenarbeit der Eisenbahnen, und ihre Aktionen erstrecken sich auf alle den Ausbau des Schienenverkehrs betreffenden Bereiche.

Die UIC ist das Arbeitsorgan des Staatsvertrages über die Technische Einheit im Eisenbahnwesen (TE) vom 16. Mai 1886. Dieser Staatsvertrag war nicht als ständige Einrichtung konzipiert, legte jedoch die Grundlagen für die Einheitlichkeit im grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr. An der TE sind lediglich mehrere europäische Staaten beteiligt, während die UIC einen weltweiten Eisenbahnverband darstellt.

Zum 1. Januar 1982 wurden die Studienorgane der RIC und RIV in die UIC eingegliedert.[1]

Im September 2013 hatte die UIC 207 Mitglieder. Dazu zählen Eisenbahnverkehrsunternehmen, Infrastrukturbetreiber und Unternehmen, die ergänzende Tätigkeiten ausüben.

Der damalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, wurde am 31. Januar 2007 zum Präsidenten der europäischen UIC-Regionalversammlung gewählt. Er erhielt alle Stimmen der rund 50 anwesenden Vorsitzenden und Generaldirektoren der europäischen Bahngesellschaften, die im Weltverband organisiert sind.

Vom UIC sind verschiedene Nummerierungssysteme, wie das UIC-Baureihenschema für Triebfahrzeuge, das UIC-Bauart-Bezeichnungssystem für Reisezugwagen, die UIC-Wagennummern, der UIC-Ländercode und das Harmonisierte Güterverzeichnis für Transportgüter (NHM), erstellt worden.

Die UIC gibt Merkblätter (UIC-Kodex) und andere Veröffentlichungen heraus. Die genormten Güterwagentypen sind tabellarisch in den Artikeln über offene Güterwagen, gedeckte Güterwagen, Kühlwagen und Flachwagen aufgeführt.

Das Euro-Interlocking-Projekt der UIC erarbeitet einen internationalen Standard zur Projektierung von Eisenbahn-Stellwerken.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rudolf Göbertshahn: Eingliederung der Verbände RIC und RIV in die UIC. In: Die Bundesbahn. Jg. 57, Nr. x, 1981, ISSN 0007-5876, S. 889–894.