Internationaler Metallgewerkschaftsbund

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Der Internationale Metallgewerkschaftsbund (IMB) ist eine Vereinigung von über 200 freien und unabhängigen Metallgewerkschaften in 100 Ländern, die etwa 25 Millionen Mitglieder vertreten, mit Hauptsitz in Genf.

Im August 1893 trafen sich 30 Gewerkschaftsmitglieder aus acht Ländern in einem kleinen Hotel im schweizerischen Zürich, um eine gemeinsame Zusammenarbeit abzustimmen. Mit der Gründung des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes legten sie den Grundstein für eine der ältesten Organisationen dieser Art, die damals 60.000 Metaller vereinigte.

Drei Jahre später, in London waren es schon 140.000 Arbeiter; 1900 in Paris 240.000. In Amsterdam wurde 1904 ein Internationaler Metallarbeiterbund gegründet. Anfang der 1920er stieg die Anzahl der Mitglieder auf fast drei Millionen Menschen und erreicht damit einen Höchststand, der bis zu dem Treffen in Prag 1938 auf unter 200.000 abfiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Anzahl der Mitglieder fast kontinuierlich.

Gewerkschaften, die in unterschiedlichen Ländern bei denselben Multinationalen Unternehmen arbeiten, wie zum Beispiel beim Autobauer Ford oder bei Siemens in der Elektronikbranche, gründeten sogenannte Weltkonzernausschüsse, die sich für die Automobilindustrie 1966 zum ersten Mal in Detroit trafen.

In der japanischen Hauptstadt Tokio wurde 1957 eine Vertretung eröffnet, 1969 ein Regionalbüro in Neu-Delhi. Im südafrikanischen Johannesburg eröffnete 1984 ein Büro. Es existieren noch zwei weitere in der chilenischen Hauptstadt Santiago und Mexiko für Lateinamerika und die Karibikregion und je eines in Malaysia und Moskau.

In internationalen Organisationen wie der UNO oder der OECD vertritt der Internationale Metallgewerkschaftsbund die Interessen der Arbeiter. Alle vier Jahre treffen sich die Mitglieder, um das zukünftige Vorgehen mit Aktionsprogrammen festzulegen. Für Deutschland ist die IG Metall vertreten, für Österreich die Gewerkschaft Metall und für die Schweiz Unia und Syna.

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