Internationaler Violinwettbewerb Henri Marteau

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Im dreijährlichen Turnus wird der Internationale Violinwettbewerb Henri Marteau in der internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau in Lichtenberg ausgerichtet. Der „Freundeskreis der Musikbegegnungsstätte Haus Marteau e.V.“ gründete ihn im Jahr 2002, 2011 fand er zum vierten Mal statt.

Trägerschaft und Kooperation[Bearbeiten]

Der Bezirk Oberfranken übernahm die Trägerschaft für diesen Internationalen Violinwettbewerb. Mit der künstlerischen und organisatorischen Gesamtleitung wurden die Hofer Symphoniker mit ihrem damaligen Intendanten Wilfried Anton betraut. Im September 2007 wurde der Kooperationsvertrag zwischen Bezirk und Symphonikern offiziell unterzeichnet.

Ziele und Förderprogramm des Wettbewerbs[Bearbeiten]

Der Wettbewerb hatte und hat das Ziel, junge Musikerinnen und Musiker auf dem Weg zu einer Solistenkarriere zu fördern und den Namen von Henri Marteau im internationalen Bewusstsein zu verankern, dem zu seinen Lebzeiten die gezielte Förderung seiner Schüler ein besonderes Anliegen war. Außerdem ermöglicht der Wettbewerb, der in Marteaus Wohnsitz „Haus Marteau“ in Lichtenberg stattfindet, einen musikalischen Austausch unter Nachwuchssolisten aus aller Welt und trägt zur kulturellen Völkerverständigung bei.

Ein Kennzeichen des Wettbewerbs ist das umfangreiche Förderprogramm, das die Künstler danach begleitet. Dabei werden Kontakte zu renommierten Orchestern, Stipendien zu Meisterkursen, zahlreiche Konzertengagements und Anschlussproduktionen mit dem Medienpartner Bayerischer Rundfunk vermittelt. Somit werden die Nachwuchskünstler nach dem Wettbewerb einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Für die Gewinner des Wettbewerbs kann dies einen wichtigen Schritt zu einer Tätigkeit als solistisch konzertierende Künstler bedeuten.

2011 wurde zum ersten Mal ein Kompositionsauftrag vergeben, dieser ging an Fazil Say.

Ablauf, Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Eröffnet wurde der 4. Internationale Violinwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer stand, am 25. Mai 2011 mit einem Open Air Konzert im Park des Hauses Marteau, bei dem die Preisträger der letzten Wettbewerbe zu hören waren.

Unter der künstlerischen und organisatorischen Gesamtleitung der Hofer Symphoniker gGmbH trugen vom 25. Mai - 5. Juni 2011 ca. 50 junge Künstler vor einer hochrangig besetzten Jury anspruchsvolle Werke der Konzertliteratur für Violine vor. Als Jurypräsident fungierte Gilbert Varga, der als ehemaliger Chefdirigent der Hofer Symphoniker mittlerweile mit großen Orchestern weltweit konzertiert.

Preisträger waren Tobias Feldmann aus Deutschland, Edouard Mätzener aus der Schweiz (2. Preis) und Ji-Young Lim aus Korea (3. Preis). Die Preise und Auszeichnungen für die Sieger beliefen sich auf 10.000 Euro für den 1. Platz, 7.500 Euro für den 2. Platz und 5.000 Euro für den 3. Platz. Diese Preisgelder wurden vom Bezirk Oberfranken, der Oberfrankenstiftung, der Friedrich-Baur-Stiftung und dem „Freundeskreis des Haus Marteau“ zur Verfügung gestellt. Dazu kamen zahlreiche Sonderpreise in Form von Geldbeträgen (500 bis 1000 Euro), Stipendien und einer Leihgabe einer Kopie der berühmten Maggini-Geige Marteaus.

Die ersten beiden Runden des Wettbewerbs fanden im ehemaligen Wohnhaus Henri Marteaus in Lichtenberg statt, in der Finalrunde wurden die Kandidaten im Rosenthal-Theater Selb von den Hofer Symphonikern begleitet. Abschließend präsentierten sich die Preisträger in einem Galakonzert am 5. Juni 2011 unter Leitung des Dirigenten Nicholas Milton im Hofer Theater.

Weblinks[Bearbeiten]