Internet-Zeitung

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Eine Internet-Zeitung (Online-Zeitung) ist eine Zeitung, die ausschließlich im Internet veröffentlicht wird. Häufig stehen Internet-Zeitungen aber auch in Verbindung zu einer Printzeitung, haben jedoch meist eine eigenständige Redaktion. Wird für die Internet-Zeitung Layout und Inhalt einer Printzeitung unverändert übernommen, so spricht man von einer elektronischen Zeitung.

Im Gegensatz zu Printzeitungen sind Internet-Zeitungen in der Lage, ihre Artikel durch multimediale Inhalte (z. B. Video- und Audiobeiträge) zu ergänzen. Hinzu kommen verschiedene interaktive Möglichkeiten wie Durchsuchbarkeit und Kommentierbarkeit, aber auch Techniken zur internen und externen Vernetzung von Artikeln sowie permanente Aktualisierbarkeit. Weitere Vorteile sind, dass Internet-Zeitungen mit regional begrenztem Inhalt im Gegensatz zu Lokalzeitungen keiner Beschränkung der Auflage unterliegen und weltweit abrufbar sind. Gleichzeitig entfallen die bei gedruckten Medien anfallenden Herstellkosten.

Internet-Zeitungen leiden im Allgemeinen unter der mangelnden Zahlungsbereitschaft der Rezipienten und finanzieren sich häufig durch Werbung. Ausnahmen sind Angebote, die sich als Zusatzleistungen zu bestehenden Abonnements finanzieren oder Fachartikel, die nur geringer Konkurrenz unterliegen.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 25. Oktober 1994 ging Der Spiegel als weltweit erstes Nachrichtenmagazin als Spiegel Online online. Einen Tag später folgte das Time Magazine.[1]. Die Netzeitung erschien als eigenständige Internet-Zeitung zwischen 2000 und 2009 und war nach eigenen Angaben die erste deutsche, ausschließlich im Internet erscheinende Tageszeitung.

Weitere Beispiele[Bearbeiten]

Als nach eigenen Angaben unabhängige Internetzeitung etablierte sich nach einem Jahr und der Zahl von knapp 1.000 Abonnenten im Jahr 2012 die Internetwochenzeitung Kontext, die mittlerweile auch als Printbeilage der Sonntaz erscheint. Die als unmittelbare Antwort entstandene „einund20“ wurde hingegen im Oktober 2012 eingestellt[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Julia Bönisch (2006): Meinungsführer oder Populärmedium? Das journalistische Profil von Spiegel Online
  2. http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/12/19/die-zeitung-einund20-wurde-eingestellt/
  3. Rüdiger Bäßler: Internetzeitung Kontext steht auf der Kippe. in: badische-zeitung.de, Ratgeber, Computer & Medien, 11. April 2012 (4. Mai 2012)