Internetsurfen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Internetsurfen (oder auch nur Surfen) wird umgangssprachlich das aufeinanderfolgende Betrachten von mehreren Webseiten im Internet bezeichnet. Dazu kommt meist ein Webbrowser zum Einsatz.

Bekannt gemacht wurde der Begriff „Surfing the Internet“ durch den gleichnamigen Artikel der US-amerikanischen Bibliothekarin Jean Armour Polly, der im Juni 1992 im Wilson Library Bulletin erschienen ist. Sie kam auf den Namen, als sie ihr Mauspad ansah, auf dem ein Surfer abgebildet war.

Unterscheidung[Bearbeiten]

Man kann zwischen zwei Varianten unterscheiden:

  • Dem wahllosen Aufrufen von Webseiten, während der Inhalt der besuchten Seiten keine Rolle spielen muss, sowie
  • dem Folgen von Links von Webseite zu Webseite, wobei in der Regel nach bestimmten Informationen gesucht wird oder Interesse an bestimmten Themengebieten besteht.

Aus methodischer Sicht unterscheiden sich beide Vorgehensweisen - in unterschiedlichem Maße - von einer planvoll und strukturiert betriebenen Informationsrecherche im Internet. Der Begriff wird meist abwertend verwendet; auch deshalb, weil der "Surfer" dabei viel Zeit verbraucht und wenig Informationswert erhält.

Technische Definition[Bearbeiten]

Aus technischer Sicht ist Internetsurfen das Lesen, Beschreiben und Löschen von Dateien, die auf Webservern liegen. Je nach Rechtestatus des Benutzers kann er die Dateien verändern oder nur lesen. Diese technische Definition war in den 1990er Jahren, der beginnenden Boomphase des Internets, den Benutzern weniger verständlich, so dass der einfache Ausdruck eine schnelle Verbreitung durch die Medien fand.

Die Deutsche Telekom versuchte, für ihr zum Internet inkompatibles BTX-System in den 1990er Jahren den Begriff tickern zu prägen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]