Interstitielle Lungenerkrankung

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Interstitielle Lungenerkrankung (englisch: Interstitial Lung Disease (ILD) oder auch Diffuse Parenchymal Lung Disease (DPLD)) bezeichnet eine Gruppe von Lungenerkrankungen, die das Epithel der Lungenbläschen (Alveolarepithel), das Endothel der Lungenkapillaren, die Basalmembran sowie die perivaskulären und perilymphatischen Gewebe der Lunge befällt. Die Bezeichnung „ILD“ grenzt diese Krankheitsbilder von den obstruktiven Atemwegserkrankungen (etwa COPD) ab. Die meisten Typen dieses Leidens sind mit einer Fibrose verbunden, die sich jedoch auch später erst entwickeln kann.

Klassifikation[Bearbeiten]

ILD mit bekannter Ursache[Bearbeiten]

ILD ohne gesicherte Ursache[Bearbeiten]

Klinisches Bild[Bearbeiten]

Die interstitiellen Lungenerkrankungen zeigen eine sehr variable Klinik. Meistens ist eine restriktive Ventilationsstörung zu erkennen, die Patienten klagen vor allem über Atemnot bei Belastung. Oft ist die Diffusionskapazität erniedrigt, bei ungünstigem Verlauf entwickelt sich eine respiratorische Insuffizienz, eine pulmonale Hypertonie und ein Cor pulmonale.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berdel V. et al. [Hrsg.]; Diehl Classen: Innere Medizin. Urban & Fischer in Elsevier, München 2006, ISBN 978-3-437-44405-0
  2. a b c Poletti V et al.:Rare infiltrative lung diseases: a challenge for clinicians. Respiration. 2004 Sep-Oct;71(5):431-43 PMID 15467318
  3. Renz-Polster et all (2008) Basislehrbuch Innere Medizin. Elsevier GmbH: München.
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