Intervention (Bildende Kunst)
Eine Intervention in der Bildenden Kunst ist ihrer Absicht und ihrer öffentlichen Wahrnehmung nach ein Eingriff in bestehende Zusammenhänge – im Unterschied zur Installation. Das Augenmerk liegt ähnlich wie bei der Performance weniger auf den zurückbleibenden Objekten als auf der geschehenen Aktion.
Die Intervention findet in Innen- und Außenräumen statt. Sie thematisiert gesellschaftlich-soziale, kulturelle, funktionale, räumliche und materielle Aspekte des Veränderten. In Anspielung auf die Intervention in der Politik behandelt die künstlerische Intervention oft den Antagonismus zwischen Macht und Machtlosigkeit.
Die Intervention wird ähnlich den Graffiti und der Street Art häufig ohne Auftrag und Genehmigung realisiert. Materialien jeder Art als auch Gegenstandsloses und Flüchtiges wie Zeit, Licht, Klang und Bewegung im Raum können bei einer Intervention Verwendung finden.
Die Intervention gehört ebenso wie die Land Art zur Kunst im öffentlichen Raum. Bedeutende Vertreter dieser site-specific art sind Daniel Buren, Eberhard Bosslet, Gordon Matta-Clark, Christo, p.t.t.red.

