Intrauterine Wachstumsretardierung

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Als intrauterine Wachstumsretardierung - synonym verwendet werden auch: pränatale Dystrophie und fetale Hypothrophie - wird eine vorgeburtliche Entwicklungsstörung unterschiedlicher Ausformung und Ursache bezeichnet. Dies kann sich "symmetrisch" sowohl auf Körpergewicht und Körperlänge, als auch "asymmetrisch" nur auf das Körpergewicht des Ungeborenen beziehen, wobei die Größe des Kopfes normal ist und vor allem der Bauchumfang reduziert ist. Diagnostiziert werden kann eine Wachstumsretardierung bei den im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge im 2. und 3. Trimenon durchgeführten Fetometrien.

Gründe für eine intrauterine Wachstumsretardierung können sowohl endogene als auch exogene Faktoren sein. Zu den endogenen Faktoren zählen unter anderem embryonale Fehlbildungen, mütterliche Anämie oder Stoffwechselerkrankungen (wie z.B. Diabetes mellitus), Gebärmutterfehlbildungen, Chromosomenaberrationen (wie z. B. Trisomie 21), immunologische Maladaptationen, Hypoxie oder kindliche Stoffwechselerkrankungen.

Exogene Faktoren sind unter anderem Strahlenexposition oder intrauterine Infektionen (z. B. Röteln, Toxoplasmose, Herpes). Diskutiert werden auch die Einflüsse von Nikotin und Alkohol. Bedeutsam können auch mütterliche Gerinnungsstörungen, wie z.B. das Antiphospholipid-Syndrom, eine Faktor-V-Leiden - Mutation, etc. sein.

Die intrauterine Wachstumsretardierung kann zu gravierenden Veränderungen im Stoffwechsel des Feten führen, die postpartal persistieren und das Risiko für bestimmte chronische Erkrankungen wie z. B. koronare Herzkrankheit im späteren Lebensalter erhöhen (fetal programming).

Siehe auch[Bearbeiten]

Wachstumsstörung