Intuitive Musik

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Der Begriff Intuitive Musik wurde 1968 von Karlheinz Stockhausen geprägt (Allerdings hat der Jazzmusiker Lennie Tristano bereits in den Jahren um 1950 mit „Lennie Tristano and his Intuitive Music“ plakatiert). In seinem Stück „Aus den sieben Tagen“ (1968) wurden kurze Textfragmente zum Einstimmen angegeben, um dann aus der Intuition heraus zu spielen. Die damit verbundene Freiheit bei der Realisation braucht nicht als Freibrief für zufällige Interpretationen missverstanden zu werden. Stockhausen suchte nicht „Unbestimmtheit“, sondern „intuitive Bestimmtheit“, aus welcher eine schöpferische Musik organisch entstehen soll.

Intuitive Musik wird jedoch teilweise auch als eine Form der Improvisation angesehen, bei der keine vorgefertigten Konzepte oder Regeln befolgt werden, am ehesten vergleichbar mit der freien Improvisation, die im Free Jazz gepflegt wird.

Markus Stockhausen gestaltet seit Februar 2000 in Köln eine Konzertreihe mit intuitiver Musik. Er nutzt den Begriff, um sich vom Free Jazz „abzugrenzen“, da dessen Ästhetik Harmonien nicht zulässt. Für ihn bedeutet Intuitive Musik, „dass sich der Musiker allein dem Hören, der Phantasie, dem Moment überantwortet und aus seiner Intuition heraus Musik erfindet. Das ist ein deutlicher Unterschied zur Improvisation, die in der Regel eine Variation von bekanntem und vorher bestimmten Material meint. In der intuitiven Musik soll aber alles vorkommen können, was sich im Jetzt ausdrücken will.“ [1]

Ensembles und Musiker[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. (Zitat von der Seite Koelnkonzerte.de)

Weblinks[Bearbeiten]