Intuitive Musik

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Der Begriff Intuitive Musik wurde 1968 von Karlheinz Stockhausen geprägt (allerdings hat der Jazzmusiker Lennie Tristano bereits in den Jahren um 1950 mit „Lennie Tristano and his Intuitive Music“ plakatiert). In seinem Stück „Aus den sieben Tagen“ (1968) erhielten die Musiker kurze Textfragmente zum Einstimmen, um dann aus der Intuition heraus zu spielen. Die damit verbundene Freiheit bei der Realisation braucht nicht als Freibrief für zufällige Interpretationen missverstanden zu werden. Stockhausen suchte nicht „Unbestimmtheit“, sondern „intuitive Bestimmtheit“, aus welcher eine schöpferische Musik organisch entstehen soll.

Intuitive Musik wird jedoch teilweise auch als eine Form der Improvisation angesehen, bei der keine vorgefertigten Konzepte oder Regeln befolgt werden, am ehesten vergleichbar mit der freien Improvisation, die im Free Jazz gepflegt wird.

Markus Stockhausen gestaltete von 2000 bis 2010 in Köln eine Konzertreihe mit intuitiver Musik. Er hat das Verständnis intuitiver Musik gegenüber Karlheinz Stockhausen weiterentwickelt und setzt keine stilistischen Grenzen, erlaubt auch „harmonische, melodische und rhythmisch-periodische Musik.“ Im Unterschied zu improvisierter Musik geht es „hier um einen verstärkt intuitiven schöpferischen Prozess,“ der sich „auf den inneren Geist“ konzentriert, „der den oder die Musiker leitet.“[1] Weiter bedeutet Intuitive Musik für ihn, „dass sich der Musiker allein dem Hören, der Phantasie, dem Moment überantwortet und aus seiner Intuition heraus Musik erfindet. Das ist ein deutlicher Unterschied zur Improvisation, die in der Regel eine Variation von bekanntem und vorher bestimmten Material meint. In der intuitiven Musik soll aber alles vorkommen können, was sich im Jetzt ausdrücken will.“[2]

Ensembles und Musiker[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Markus Stockhausen in den Liner Notes zu Markus Stockhausen, Tara Bouman, Stefano Scodanibbio, Fabrizio Ottaviucci, Mark Nauseef Spaces & Spheres: Intuitive Music, S. 5f.
  2. Zitat von der Seite Koelnkonzerte.de
  3. The Mud Cavaliers

Weblinks[Bearbeiten]