Investitionsgut
Ein Investitionsgut (auch Kapitalgut, Betriebsmittel oder Potentialfaktor) ist in der Wirtschaftswissenschaft ein langlebiges ökonomisches Gut, das von Unternehmen zur Erstellung und Weiterverarbeitung von Gütern angeschafft wird ohne – im Gegensatz zu Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffen – direkt oder indirekt selbst in die produzierten Güter einzugehen. Investitionsgüter sind Teil der Produktions- und Dienstleistungsprozesse und werden buchhalterisch dem Anlagevermögen zugerechnet.
| Produktionsgut | Konsumgut | |
|---|---|---|
| langlebiges Gut (Gebrauchsgut i.w.S.) |
Investitionsgut (z. B. Produktionsmaschinen, Bürogebäude) |
Gebrauchsgut (z. B. Wohngebäude, Einrichtungsgegenstände) |
| kurzlebiges Gut (Verbrauchsgut i.w.S.) |
Vorleistungsgut (z. B. Schmieröl, Lacke, Elektromotoren) |
Verbrauchsgut (z. B. Lebensmittel) |
Bedeutung im Rahmen der Volkswirtschaftslehre [Bearbeiten]
In der Makroökonomie stellt die Nachfrage nach Investitionsgütern einen Bestandteil der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage dar. Im Rahmen der Wirtschaftspolitik ist die Beeinflussung der Investitionsgüternachfrage ein wichtiger Streitpunkt zwischen den Denkschulen der Angebots- und Nachfragepolitik.