Invitatorium

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Seite aus dem Stundenbuch von Jean Pichore um 1520. Die Illumination mit der Initiale zeigt den Versikel des Invitatoriums.

Das Invitatorium (lat. Einladung) eröffnet das Stundengebet eines Tages.

Es besteht aus dem Versikel

V/ Dómine, lábia mea apéries.
R/ Et os meum annuntiábit laudem tuam.

V/Herr, öffne meine Lippen.
R/Damit mein Mund Dein Lob verkünde.

sowie dem responsorisch vorgetragenen Psalm 95 (Venite exultemus, Kommt, laßt uns jubeln vor dem Herrn und zujauchzen dem Fels unseres Heiles). Im Stundengebet der römisch-katholischen Kirche kann dieser Psalm auch durch andere Psalmen ersetzt werden (Ps 24, Ps 67 oder Ps. 100). [1][2]. Zum Invitatorium gehört eine je nach Fest oder Zeit im Kirchenjahr wechselnde Antiphon zum Psalm, die jeweils in den Ausruf Venite adoremus / Kommt, wir beten ihn an mündet. Am Weihnachtsfest beispielsweise lautet die Antiphon zum Invitatorium:

Christus natus est nobis: veníte, adorémus.
Christus ist uns geboren: Kommt, wir beten ihn an!

Das Invitatorium steht als Eröffnung stets vor der ersten Gebetszeit des jeweiligen Tages, der (Lesehore bzw. Matutin bzw. Vigil oder den Laudes). Der Psalm des Invitatoriums mit seiner Antiphon kann „je nach den Umständen“ entfallen, wenn er den Laudes vorangeht.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Adolf Adam, Rupert Berger: Invitatorium, S. 221 In: Diess.: Pastoralliturgisches Handlexikon. 5. Aufl. Herder, Freiburg/B. 1990, ISBN 3-451-18972-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Allgemeine Einführung in das Stundengebet, 2.I.34
  2. Stundenbuch: die Feier des Stundengebetes für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Herder, 1978.
  3. Allgemeine Einführung in das Stundengebet, Nr. 35

Weblinks[Bearbeiten]