Iod-Kaliumiodid-Lösung

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Wikipedia:Redaktion Chemie/ausgeblendete Strukturformel

Allgemeines
Name Iod-Kaliumiodid-Lösung
Andere Namen

Lugol'sche Lösung

Summenformel nicht zutreffend
CAS-Nummer 7553-56-2
Kurzbeschreibung

braune Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse nicht zutreffend
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,12 g·cm−3[1]

Dampfdruck

23 hPa (bei 20°C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 312-332-400
EUH: keine EUH-Sätze
P: ?
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 20/21-50
S: keine S-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Iod-Kaliumiodid-Lösung (oder im Laborjargon Iod-Iodkalium) ist eine Lösung von Iod in Wasser. Elementares Iod ist in Wasser kaum löslich. Liegen jedoch schon gelöste Iodid-Ionen vor, löst sich das Iod unter Bildung von Polyiodidionen:

\mathrm{2 \ I_2 + \ I^- \longrightarrow \ I_3^- + I_2 \longrightarrow \ I_5^-}

Daher wird Kaliumiodid zugegeben.

Iod ist sehr viel besser in Ethanol löslich, aber manchmal ist Ethanol als Lösungsmittel unerwünscht, weil es entflammbar ist und schnell verdunstet sowie zu unerwünschten Nebenreaktionen führen kann. Ist Iod in Alkohol gelöst, bezeichnet man die Lösung als Iodtinktur.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anwendungsbereiche

Eine Iod-Kaliumiodid-Lösung wird für verschiedene Zwecke in der analytischen Chemie und in der Medizin verwendet. Beispiele:

[Bearbeiten] Lugolsche Lösung

Die Lugolsche Lösung (lat. Solutio Lugoli) ist eine Iod-Kaliumiodid-Lösung (von bräunlichroter Farbe und charakteristischem Geruch) mit einem Verhältnis von 1:2 von Iod zu Kaliumiodid in Wasser, die auch im Handel angeboten wird. Sie ist nach dem französischen Arzt Jean Guillaume Lugol (1786–1851) benannt, der sie 1835 entdeckte.[2]

[Bearbeiten] Mechanismus des Stärkenachweises

Der Stärkenachweis beruht auf einer charakteristischen und sehr empfindlichen Farbreaktion. Die I5-Ionen können sich in die Stärke-Moleküle einlagern. Die Einschlussverbindung hat bei Amylose eine blaue und bei Amylopektin eine rotviolette Farbe. Der Unterschied beruht darauf, dass die Amylose-Moleküle schraubenförmig gedreht sind, wodurch sich die Lichtabsorption verändert.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d e Datenblatt Iod-Kaliumiodid-Lösung bei Carl Roth, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  2.  Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online - Version 3.3. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2008.
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