Iodocarb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Iodocarb
Allgemeines
Name Iodocarb
Andere Namen
  • IPBC
  • 3-Iodpropargyl-N-butylcarbamat
  • 3-Iod-2-propinylbutylcarbamat
  • 3-Iod-2-propinyl-butylcarbamat
  • Biodocarb
  • Dekaben LMB
Summenformel C8H12INO2
CAS-Nummer 55406-53-6
PubChem 62097
Kurzbeschreibung

brennbares[1] Pulver mit beißendem Geruch[2]

Eigenschaften
Molare Masse 281,09 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

64–68 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend 09 – Umweltgefährlich
H- und P-Sätze H: 302​‐​331​‐​317​‐​318​‐​335​‐​400Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
P: 273​‐​280​‐​302+352​‐​304+340​‐​305+351+338​‐​301+312Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Giftig Umweltgefährlich
Giftig Umwelt-
gefährlich
(T) (N)
R- und S-Sätze R: 22​‐​23​‐​41​‐​43​‐​50
S: ?
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Iodocarb oder 3-Iod-2-propinylbutylcarbamat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate. Sie wird als Fungizid und Holzschutzmittel gegen Braunfäule, Weißfäule und Bläue eingesetzt. Im Bereich des Pflanzenschutzes wird Iodocarb nicht eingesetzt[2], im Holzschutz gehört es jedoch zu den häufigsten Wirkstoffen.[4]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Iodocarb wird traditionell ausgehend von n-Butylisocyanat gewonnen. Stattdessen können auch Iodbutan und Kaliumcyanat miteinander umgesetzt werden und anschließend unter Zugabe von Natriumhypochlorit elektrochemisch iodiert werden.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu 3-Iod-2-propinylbutylcarbamat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 9. September 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d Reregistration Eligibility Decision (RED): 3-Iodo-2-propynylbutylcarbamate (IPBC) (PDF; 410 kB) S. 19.
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Zugelassene Holzschutzmittel
  5. Produktionsintegrierter Umweltschutz bei der Herstellung des Schutz- und Konservierungsmittels Jod-Propinylbutylcarbamat (IPBC) unter Verwendung von recycelten Feinchemikalien aus Wertstoffkreisläufen