Ipiranga

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Museu do Ipiranga
Im Zentrum von Ipiranga

Ipiranga ist ein Stadtteil südöstlich des Zentrums von São Paulo mit rund 100.000 Einwohnern (2000). Das Quartier ist benannt nach dem durchquerenden Flüsschen Ipiranga, dessen Name aus dem Tupi-Guarani stammt und übersetzt „Roter Fluss“ heißt, in Anspielung auf die bei Regenfällen durch die rote Erde gefärbten Wasser.

Die Anbindung an das U-Bahn Netz von São Paulo und mehrere Durchgangsstrassen haben in den letzten Jahren zu starkem Wachstum mit einhergehender Immobilienspekulation in Ipiranga geführt.

Bekannteste Sehenswürdigkeit ist der Parque Independência mit dem Museu do Ipiranga (auch Museu Paulista genannt) mit Exponaten aus der Kolonialzeit. Ipiranga grenzt an die Stadtteile Vila Carioca, Vila Independência, Vila Dom Pedro I, Sacomã und Heliópolis.

Hier erklärte Dom Pedro I., der erste Kaiser Brasiliens, 1822 die Unabhängigkeit vom portugiesischen Mutterland. Aus diesem Grunde ist der Fluss Ipiranga bis heute in der brasilianischen Nationalhymne wie folgt erwähnt:

Ouviram do Ipiranga as margens plácidas
de um povo heróico o brado retumbante,
e o sol da liberdade, em raios fúlgidos,
brilhou no céu da pátria nesse instante.
An den ruhigen Ufern des Ipiranga hörte man
den Aufschrei eines heroischen Volkes widerhallen,
mit blitzendem Strahl erschien die Sonne der Freiheit
in diesem Moment am Himmel unserer Heimat.

Berühmte Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Der Fußballer José Roberto da Silva Júnior, genannt Zé Roberto (* 6. Juli 1974) stammt aus Ipiranga.

-21.8-47.7Koordinaten: 21° 48′ S, 47° 42′ W