Ippolito II. d’Este

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Kardinal Ippolito II. d'Este (Ölgemälde um 1600)
Kardinalswappen

Ippolito II. d’Este (auch Hippolyt; * 25. August 1509 in Ferrara; † 2. Dezember 1572 in Rom) war der zweite Sohn Herzog Alfonsos I. von Ferrara, Modena und Reggio und Lucrezia Borgias.

Im Alter von zehn Jahren wurde er als Nachfolger seines gleichnamigen Onkels zum Erzbischof von Mailand ernannt. Von März 1536 bis 1539 hielt er sich am Hof König Franz’ I. von Frankreich auf, der 1539 seine Ernennung zum Kardinal durchsetzte, in der berechtigten Hoffnung, dass Ippolito d’Este die Interessen Frankreichs und der „französischen Partei“ beim Heiligen Stuhl konsequent verträte. 1564 wurde er Kardinaldiakon von Santa Maria in Via Lata. Bei mehreren Konklaven war Ippolito dann auch der Kandidat der Franzosen, wurde aber nicht zum Papst gewählt.

Ippolito II. d’Este ist der Bauherr der Villa d’Este in Tivoli.

Literatur[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Ippolito I. d’Este Erzbischof von Mailand
1520–1550
Giovanni Angelo Arcimboldi
Jean de Lorraine-Guise Erzbischof von Lyon
1539–1551
François II. de Tournon
Giovanni Angelo Arcimboldi Bischof von Novara
1550–1551
Giulio della Rovere
Filippo Archinto Erzbischof von Mailand
1558–1559
Giovanni Angelo Medici