Ippolito de’ Medici

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Ippolito de’ Medici - Porträt von Tizian (1533)

Ippolito de’ Medici (* 1511; † 10. August 1535 in Itri) war der illegitime einzige Sohn des Giuliano II. de’ Medici (1479–1516), des Herzogs von Nemours.

Als Kaiser Karl V. die Stadt Rom 1527 plünderte, nutzten die Florentiner die Unruhe in Italien aus, um die Medici zu verjagen und die Republik neu zu errichten. Alessandro de Medici (der Sohn des verstorbenen Lorenzo II. de’ Medici, vielleicht aber auch des Papstes Clemens VII., des früheren Giulio de’ Medici, dem aktuellen Oberhaupt der Familie Medici), Ippolito und der größte Teil ihrer Anhänger flohen.

Als Clemens VII. Frieden mit dem Kaiser schloss, wurde die Republik mit Hilfe kaiserlicher Truppen nach einer längeren Belagerung gestürzt, und die Medici kehrten im Sommer 1530 an die Macht zurück. Ippolito regierte anfangs die Stadt im Namen des Papstes als Oberhaupt der Familie Medici, der jedoch zunehmend Alessandro als Herrn der Stadt favorisierte. Clemens machte Ippolito am 10. Januar 1529 zum Kardinal von San Lorenzo in Damaso, schickte ihn als seinen Gesandten nach Ungarn und übergab die Stadt dem 19-Jährigen Alessandro, der zum Herzog ernannt worden war.

1535 sandte die Florentiner Opposition Ippolito de’ Medici wegen einiger Handlungen des Herzogs zu Kaiser Karl, Ippolito starb unterwegs und es wurde das Gerücht gestreut, er sei auf Alessandros Befehl hin vergiftet worden.

Belletristik[Bearbeiten]

  • Susan Hicks Beach: Ein Kardinal der Medici. Die Memoiren der unbekannten Mutter des Kardinals Ippolito de Medici. Rowohlt, Berlin 1938.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ippolito de' Medici – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Giulio de Medici Herr von Florenz
15231527
Republik bis 1530