Iré-le-Sec

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Iré-le-Sec
Iré-le-Sec (Frankreich)
Iré-le-Sec
Region Lothringen
Département Meuse
Arrondissement Verdun
Kanton Montmédy
Gemeindeverband Pays de Montmédy.
Koordinaten 49° 29′ N, 5° 23′ O49.4758333333335.3877777777778239Koordinaten: 49° 29′ N, 5° 23′ O
Höhe 220–331 m
Fläche 8,31 km²
Einwohner 159 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 19 Einw./km²
Postleitzahl 55600
INSEE-Code

Iré-le-Sec ist eine französische Gemeinde mit 159 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Meuse in der Region Lothringen. Administrativ gehört sie zum Arrondissement Verdun und zum Kanton Montmédy. Sie ist überdies Mitglied des 1999 gegründeten Kommunalverbandes Pays de Montmédy.

Geografie[Bearbeiten]

Iré-le-Sec liegt auf 240 m Meereshöhe, etwa sechs Kilometer südlich der Kleinstadt Montmédy und etwa 18 Kilometer westlich der Stadt Longuyon im Nordwesten Lothringens. Die Grenze zu Belgien befindet sich in etwa acht Kilometern Entfernung. Das Dorf erstreckt sich im südöstlichen Vorland der Ardennen.

Das Gemeindegebiet umfasst einen Abschnitt des oberen Chabottales. Der kleine Fluss Chabot entspringt östlich von Iré-le-Sec, wird in seinem Oberlauf zu einigen Weihern aufgestaut und mündet wenige Kilometer nördlich von Iré-le-Sec in Iré-les-Prés, einem Ortsteil von Montmédy, in die Chiers. Die umliegenden Hochflächen überragen das Tal um etwa 50 Höhenmeter, der höchste Punkt wird mit 331 m über dem Meer im nordöstlichen Zipfel des Gemeindegebietes erreicht. Etwa ein Drittel des Gemeindeareales ist bewaldet (Bois du Chabot, Bois Frater). Im Süden hat die Gemeinde einen Anteil am Flugplatz Marville-Montmédy (Base aérienne de Marville-Montmédy), der von 1953 bis 1967 von der Royal Canadian Air Force, bis 2002 teilweise von den Französischen Luftstreitkräften genutzt wurde.

Nachbargemeinden von Iré-le-Sec sind Bazeilles-sur-Othain im Nordosten, Flassigny im Osten, Marville im Südosten, Remoiville und Louppy-sur-Loison im Südwesten, Juvigny-sur-Loison im Westen sowie Montmédy im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort taucht erstmals im Jahr 1096 als Ureia auf. Über Iray, Yrai-la-Sèche (1402), Irey (1571), Iry-le-Sec (1607), Yvré-le-Escq (1656) und Ires-le-Sec (1700) entwickelte sich der Ortsname zum heutigen Iré-le-Sec. Der Zusatz le sec steht für trocken, dürr, herb, regenarm im Gegensatz zum nördlich liegenden Iré-les-Prés (in den Wiesen).

Vor 1790 war Iré-le-Sec Teil des Herzogtums Bar, später gehörte der Ort zur Grafschaft Clermont-en-Beauvaisis, den Pröpsten von Stenay und der Abtei in Juvigny-sur-Loison.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Kirche St. Hubert in Iré-le-Sec
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 178 178 177 153 133 132 154

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche St. Hubertus (Saint-Hubert), 1849 erbaut
  • Lavoir in der Rue de Ladela

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch Iré-le-Sec führt die Fernstraße von Longuyon über Montmédy nach Sedan als Teil der Europastraße 44 (Koblenz-Luxemburg-Le Havre). Weitere Straßen verbinden das Dorf mit Remoiville, Juvigny-sur-Loison und Jametz.

Quellen[Bearbeiten]

  1. geneawiki.com mit Buchquelle „Le patrimoine des communes de la Meuse“ von Jocelyn Wolff et al, Verlag Flohic éditions, Paris 1999. Abgerufen am 5. November 2011 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten]