Iraklio (Regionalbezirk)

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Regionalbezirk Iraklio
Περιφερειακή Ενότητα Ηρακλείου
(Ηράκλειο)
Datei:PE Irakliou in Greece.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Kreta
Fläche: 2.641 km²
Einwohner: 305.490 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 115,7 Ew./km²
ISO 3166-2-Code-Nr.: GR-91
NUTS-3-Code-Nr.: EL431
Gliederung: 8 Gemeinden

Der Regionalbezirk Iraklio (griechisch Periferiaki Enotita Irakliou) ist der bevölkerungsreichste Regionalbezirk der griechischen Insel und Region Kreta. Er wurde 1915 als Präfektur etabliert[2] und verlor diesen Status mit der Verwaltungsreform 2010. Die Kompetenzen der Präfektur wurden auf die Region und die zahlenmäßig stark verringerten Gemeinden aufgeteilt. Mit 25 Mandaten entsendet der Regionalbezirk fast die Hälfte der 51 Abgeordneten des kretischen Regionalrats, hat darüber hinaus jedoch keine politische Bedeutung.

Regionalbezirk Kretas und ihre Verwaltungssitze

Topographisch umfasst der Regionalbezirk das Gebiet zwischen dem Psiloritis-Massiv im Westen und dem Dikti-Gebirge im Osten. Einen großen Teil nimmt die vor der Südküste gelegene Messara-Ebene ein, die größte zusammenhängende landwirtschaftlich genutzte Landschaft Kretas.

Der Regionalbezirk Iraklio umfasst die Gemeinden Archanes-Asterousia, Chersonisos, Festos, Gortyna, Iraklio, Malevizi, Minoa Pediada und Viannos.

In Iraklio befindet sich der größte Seehafen und der wichtigste internationale Flughafen der Region. Beide befinden sich in der namensgebenden Stadt Iraklio an der Nordküste.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Seit 1974 erzielte in der Präfektur Iraklio die sozialistische PASOK – wie in ganz Kreta – in allen Wahlen zum nationalen griechischen Parlament (Vouli) den größten Stimmenanteil. Das gilt ebenfalls für die Wahlen, bei denen sie auf nationaler Ebene teils deutlich hinter der konservativen Nea Dimokratia zurückgeblieben war. Dies änderte sich mit der Griechischen Staatsschuldenkrise ab 2010 radikal.

Parlamentswahlen 1996–2012
Jahr 1996[3] 2000[4] 2004[5] 2007[6] 2009[7] 5/2012[8] 6/2012[9]
PASOK Sitze
Stimmenanteil
6
58,0 %
6
58,4 %
5
55,3 %
4
54,6 %
5
62,7 %
1
19,23 %
1
18,61 %
Nea Dimokratia Sitze
Stimmenanteil
1
28,7 %
2
30,6 %
3
36,2 %
3
33,5 %
2
23,7 %
3
9,12 %
3
20,05 %
Synaspismos / SYRIZA Sitze
Stimmenanteil
1
4,3 %

3,0 %

2,8 %
1
4,3 %
1
3,71 %
1
15,90 %
2
33,61 %
KKE Sitze
Stimmenanteil

3,4 %

3,4 %

3,5 %

4,4 %

4,4 %
1
6,47 %

2,98 %
LAOS Sitze
Stimmenanteil



0,5 %

1,3 %

2,1 %

1,71 %

0,85 %
DIKKI Sitze
Stimmenanteil

3,3 %

3,6 %

1,3 %




ANES Sitze
Stimmenanteil
1
12,82 %
1
8,01 %
DIMAR Sitze
Stimmenanteil
1
9,31 %
1
7,86 %
Chrysi Avgi Sitze
Stimmenanteil

2,63 %

3,45 %
Dimokratiki Symmachia Dora Bakogianni Sitze
Stimmenanteil

8,11 %

Ikologi Prasini Sitze
Stimmenanteil

4,25 %

1,29 %

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Gesetz vom 1. April 1915 zur Verwaltungsgliederung der neuen Länder Griechenlands (griech.), PDF, 661 KB
  3. Angaben des griech. Innenministeriums
  4. Angaben des griech. Innenministeriums
  5. Angaben des griech. Innenministeriums
  6. Angaben des griech. Innenministeriums
  7. Angaben des griech. Innenministeriums. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original, abgerufen am 23. Juli 2014. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/ekloges.ypes.gr
  8. Angaben des griech. Innenministeriums
  9. Angaben des griech. Innenministeriums (Version vom 11. Juli 2012 im Webarchiv Archive.today)