Iran Air
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Iran Air | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | IR | |
| ICAO-Code: | IRA | |
| Rufzeichen: | IranAir | |
| Gründung: | 1962 | |
| Sitz: | Teheran, Iran | |
| Drehkreuz: | ||
| Allianz: | keine | |
| Flottenstärke: | 58 (+40 Bestellungen) | |
| Ziele: | nationale und internationale Ziele | |
Iran Air (persisch: هواپیمائی جمهوری اسلامی ایران "هما") ist die staatliche Fluggesellschaft des Iran mit Sitz in Teheran.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Den ersten gemischten Passagier- und Frachtverkehr nahm Iran Air im Jahre 1958 zwischen Teheran und Frankfurt auf.
Am 24. Februar 1962 schlossen sich die Iranian Airways und die Persian Air–Service zur Iran National Airlines Corporation zusammen. Zuvor war die 1946 gegründete Iranian Airways die nationale Fluggesellschaft des Landes.
Seit 1964 ist Iran Air Mitglied der International Air Transport Association (IATA) und im Jahre 1983 trat sie der World Tourism Organization bei.
Als sie 1965 ihre erste Boeing 727 zum Einsatz bringen konnten, erweiterten Iran Air unter anderem ihr Streckennetz nach London. In den 1970er Jahren erhielt Iran Air eine moderne Boeing Flotte (707/727/737/747) und sogar der Kauf des Überschallflugzeugs Concorde war geplant. Im Jahre 1976 fand der erste Flug Teheran – New York mit der B747SP statt. Danach wurden auch Airbus A300 erworben.
Nach der Umwandlung des Iran in eine Islamische Republik stockte der Flugzeugnachschub. Bis auf einige weitere Airbus A300/310 aus erster und zuletzt nur noch zweiter Hand (von Turkish Airlines , Emirates und Olympic) sowie Maschinen vom Typ Fokker 100 für den Inlandsverkehr gab es keinen weiteren Flottenausbau. Das Durchschnittsalter der Flotte ist dadurch entsprechend überdurchschnittlich hoch.
Die Iran Air fliegt in einer 2 Klassen Konfiguration, es gibt eine Economy und eine Business (Homa) Class.
Die Gesellschaft hat den Homa-Vogel als Emblem auf ihren Maschinen. Der "Homa" ist ein Vogel aus der persischen Mythologie, der Glück und Freude schenken soll.
Am 20. März 2009 gab die iranische Regierung bekannt, dass Iran Air privatisiert werden soll.[1]
[Bearbeiten] Vielfliegerprogramm
Das "SkyGift" genannte Vielfliegerprogramm umfasst drei sogenannte Card-Levels: Blue, Silver und Gold. Schon nach dem ersten Flug erhält man unabhängig von den erreichten Meilen die Blue Card und 1.000 kostenlose Meilen. Mit 20.000 Meilen erhält man dann automatisch eine Silver Card, die zahlreiche Vorteile bietet: Priority-Checkin und Priority-Luggage-Service. Auch ein kostenloser BusinessClass-Upgrade ist enthalten. Mit 30.000 Meilen erhält man die Gold Card, die VIP-Services wie z.B. kostenlosen Flughafentransfer usw. enthält.
[Bearbeiten] Flugziele
Angeflogen werden inländische Ziele sowie Destinationen im Nahen und Fernen Osten sowie Europa, u. a. Frankfurt, Hamburg, Köln, London, Paris, Stockholm, Mailand, Wien und Amsterdam, Kuala Lumpur und Tokyo. Die Boeing 747SP und 747-100 werden aufgrund ihres hohen Alters auch als "Attraktionen" für Charterflüge verwendet. Seit 2. März 2007 wird einmal wöchentlich Caracas (mit Zwischenstop in Damaskus) mit einer Boeing 747SP angeflogen. Diese Strecke ist rein politischer Natur, da Iran und Venezuela eine politische Allianz führen und ansonsten diese Route kaum wirtschaftlich zu führen wäre.[2]
Zu Zeiten des Shahs unterhielt Iran Air auch eine Direktverbindung von Tehran nach New York, die mit der B747SP nonstop geflogen werden konnte.
[Bearbeiten] Flotte
(Stand:Juli 2009)[3]
Derzeit umfasst die Flotte der Iran Air 58 Flugzeuge:
| Modell | Anzahl | Anmerkung |
|---|---|---|
| Airbus A300B2 | 4 | |
| Airbus A300B4 | 4 | |
| Airbus A300B4F | 2 | |
| Airbus A300-600 | 4 | |
| Airbus A310-200 | 5 | vier Maschinen stillgelegt |
| Airbus A310-300 | 2 | |
| Airbus A320-200 | 6 | derzeit drei Maschinen inaktiv, eine weitere Maschine ist bestellt |
| Boeing 747SP | 4 | eine Maschine stillgelegt |
| Boeing 747-100 | 1 | |
| Boeing 747-200 | 4 | |
| Boeing 727-200 | 4 | |
| Fokker 100 | 17 | eine Maschine stillgelegt und eine Maschine verleast an Kish Air |
| McDonnell Douglas MD-80 | 1 | neun weitere sind bestellt |
| Tupolew Tu-204 | 0 | dreißig Maschinen sind bestellt |
[Bearbeiten] Unfälle/ Zwischenfälle
- Am 25. Dezember 1952 stürzte eine Douglas DC-3 bei Teheran ab. 27 der 29 Insassen starben.
- Am 21. Januar 1980 geriet eine Boeing 727-86 in einen Schneesturm und stürzte ab. Alle 120 Passagiere und acht Crew-Mitglieder kamen ums Leben.
- Am 3. Juli 1988 wurde ein vollbesetzter Airbus A300 mit 290 Menschen an Bord (IR655) durch das US-amerikanische Kriegsschiff USS Vincennes (CG-49) abgeschossen. Alle 290 Insassen kamen ums Leben.
- Am 2. Januar 2008 kam eine Fokker 100 (Flug 235 Teheran-Shiraz) beim Start von der Startbahn des Flughafen Teheran-Mehrabad ab, nachdem das linke Triebwerk ausfiel. Das Flugzeug fing Feuer, dennoch konnten sich alle Passagiere und Crew-Mitglieder retten.
- Am 2. September 2008 fing ein Triebwerk einer Boeing 747-200 (Flug IR811 nach Teheran) nach dem Start auf dem Flughafen Mumbai/Indien Feuer. Die Crew erklärte einen Notfall und kehrte nach Mumbai zurück. Die Maschine mit 294 Passagieren landete sicher.
- Am 14. Dezember 2008 fing erneut eine Fokker 100 nach der Landung Feuer, nachdem das Fahrwerk teils kollabriert war. Alle Passagiere konnten evakuiert werden.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Arian Faal: Iran Air steht vor der Privatisierung, Wiener Zeitung, 24. März 2009
- ↑ Nach Diktatur verreist, FAZ, 20. Juni 2007
- ↑ aerotransport.org: Flotte der Iran Air 9. Juli 2009

