Irene Rodrian

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Irene Rodrian (* 12. November 1937 in Berlin) ist eine deutsche Schriftstellerin und Drehbuchautorin.

Leben[Bearbeiten]

Auf Wunsch ihres Vaters sollte Rodrian Grafikerin lernen. Die Kunstakademie München lehnte sie ab, so arbeitete sie über zwei Jahre in der Werbebranche, bevor sie sich als Grafikerin und Werbeberaterin selbständig machte. Zu dieser Zeit begann sie zu schreiben, konnte aber von der Veröffentlichung ihrer Kurzgeschichten nicht leben und hielt sich mit Jobs als Schaufensterdekorateurin und Verkäuferin über Wasser.

1967 reichte sie für ihre Bewerbung um den Edgar Wallace-Preis des Goldmann Verlags anonym zwei Manuskripte ein: Tod in St. Pauli und Bis morgen, Mörder und gewann mit Tod in St. Pauli den ersten Preis. Das abgelehnte Manuskript schickte sie an Ledig-Rowohlt (Rowohlt Verlag), wo sich mit Hansjörg Martin, Friedhelm Werremeier und Michael Molsner gerade eine deutsche Krimiszene zu etablieren begann. Der Verlag nahm es an. Irene Rodrian war hiermit die erste deutsche Krimiautorin.

Bis 1992 hatte sie bei Rowohlt - und später bei Heyne - ca. 20 Kriminalromane veröffentlicht. Daneben verfasste sie eine Reihe von Drehbüchern zu TV-Filmen und -Serien wie Ein Fall für zwei, Hamburg Transit, Onkel Bräsig oder Tatort.

Nach einer zehnjährigen Pause meldete sie sich mit Meines Bruders Mörderin zurück. Der Krimi war der Start einer Reihe um Llimona 5, einer Detektei mit fünf starken Frauen, die ihren Sitz in der katalanischen Hauptstadt Barcelona hat.

Irene Rodrian wurde 2007 von der Autorengruppe Das Syndikat für ihre Verdienste um die deutsche Kriminalliteratur mit dem „Ehrenglauser“ des Friedrich-Glauser-Preises ausgezeichnet.

Bücher[Bearbeiten]

Kriminalromane[Bearbeiten]

  • 1967: Tod in St. Pauli
  • 1969: Bis morgen, Mörder
  • 1970: Wer barfuß über Scherben geht
  • 1971: Finderlohn
  • 1974: Küßchen für den Totengräber
  • 1975: Die netten Mörder von Schwabing
  • 1975: Ein bißchen Föhn, und du bist tot
  • 1976: Der Tod hat hitzefrei
  • 1977: Du lebst auf Zeit am Zuckerhut
  • 1977: Tote Katze (Stories)
  • 1978: …trägt Anstaltskleidung und ist bewaffnet
  • 1980: Schlaf, Bübchen, schlaf
  • 1981: Hausfrieden
  • 1982: Vielliebchen
  • 1983: Schlagschatten
  • 1984: Die Frau mit dem Jaguar
  • 1985: Handgreiflich
  • 1986: Das Mädchen mit dem Engelsgesicht
  • 1988: Über die Klippen
  • 1988: Bei geschlossenen Vorhängen
  • 1989: Friss, Vogel, oder stirb!
  • 1992: Strandgrab
  • 2002: Meines Bruders Mörderin
  • 2003: Im Bann des Tigers
  • 2005: Letztes Kapitel
  • 2006: Eisiges Schweigen
  • 2006: Stimmen unter dem Dach
  • 2007: Ein letztes Lächeln

Kinder- und Jugendbücher[Bearbeiten]

  • 1965: Prima prima Detektive
  • 1966: Diebe mögen keine Sonne
  • 1967: Gute Freunde, tolle Abenteuer
  • 1968: Das Geheimnis der Inselfestung
  • 1968: Eine kunterbunte Reise oder Die seltsamen Abenteuer von Dorothea Pfeffermarmelade
  • 1969: Die Welt in meiner Hand
  • 1971: Das Abenteuer mit der rosaroten Sieben
  • 1971: Ein Zeuge zuviel
  • 1972: Der Mann im Schatten
  • 1974: Das Abenteuer mit der rosaroten 7
  • 1975: Viel Glück, mein Kind
  • 1976 Blöd, wenn der Typ draufgeht
  • 1980: Die unglaublichen Abenteuer mit dem kleinsten Seeräuber auf allen Meeren und seinem größten Feind, dem dicken Kapitän
  • 1980: Mein Vater ist ein Supermann
  • 1981: Pfeffermarmelade
  • 1982: Phantastische Abenteuer mit dem kleinsten Seeräuber auf allen Meeren und seinem größten Feind, dem dicken Kapitän
  • 1985: Fabelhafte Abenteuer mit dem kleinsten Seeräuber auf allen Meeren und seinem größten Feind, dem dicken Kapitän
  • 1987: Küß mich, Knacki
  • 1994: Ich will ein Löwe sein
  • 1998: Tödlich cool

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literarische Vorlage
  • 2005: Letztes Kapitel
Drehbuch

Weblinks[Bearbeiten]