Irene von Hessen-Darmstadt

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Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt mit seinen Schwestern und Schwagern (von links) am 8. Oktober 1903: Zarin Alexandra Feodorowna und Zar Nikolaus ll. von Russland; Prinzessin Irene und Prinz Heinrich von Preußen; Großfürstin Jelisawjeta Fjodorowna und Großfürst Sergei Alexandrowitsch Romanow; Prinzessin Viktoria und Prinz Ludwig Alexander von Battenberg
Prinzessin Irene und Prinz Heinrich von Preußen

Irene Luise Maria Anna Prinzessin von Hessen und bei Rhein VA (* 11. Juli 1866 in Darmstadt; † 11. November 1953 in Hemmelmark) war die Gemahlin des preußischen Prinzen und Kaiserbruders Heinrich von Preußen und Schwester der letzten russischen Zarin Alexandra Fjodorowna.

Sie wuchs als Prinzessin von Hessen und bei Rhein auf. Ihr Vater war Seine Königliche Hoheit Großherzog Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein, ihre Mutter Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Alice von Großbritannien und Irland, die zweitälteste Tochter Königin Victorias. Ihre Mutter war bereits in Irenes Kindheit 1878 an Diphtherie verstorben, ebenso wie ihre kleine Schwester Marie Viktoria, genannt „May“. Ihr Bruder Friedrich Wilhelm (1870–1873), genannt „Frittie“, litt an Hämophilie und starb nach einem Sturz aus einem Fenster an inneren Blutungen. Durch den frühen Tod der Mutter wuchs Irene mit ihren Geschwistern größtenteils bei ihrer britischen Großmutter auf.

Als Tochter einer britischen Prinzessin hatte sie engen Kontakt zur verwandten Hohenzollernfamilie, ihre Tante und spätere Schwiegermutter war die deutsche Kaiserin Viktoria, ihr Cousin und zukünftiger Schwager war Kaiser Wilhelm II.. Beim Besuch der gemeinsamen Großmutter Königin Viktoria verlobte Irene sich mit ihrem Cousin Heinrich. Die Hochzeit fand am 24. Mai 1888 in der Kapelle des Charlottenburger Schlosses statt. Das Paar lebte lange Zeit in Kiel.

Als Begleiterin der Kaiserin Auguste Viktoria, ihrer Schwägerin, war Prinzessin Irene karitativ tätig. 1929 starb ihr Mann Heinrich auf dem Gut Hemmelmark bei Eckernförde. Irene lebte als Witwe in Berlin, Potsdam und Hemmelmark. Die Tochter des kaiserlichen Schatzmeisters von Sell berichtete in ihren Erinnerungen von häufigen Besuchen der ehemaligen Prinzessin in den 1930er und 1940er Jahren in der elterlichen Villa in Berlin-Dahlem.

Nachkommen[Bearbeiten]

Das Paar hatte drei gemeinsame Söhne. Irene war, wie ihre Mutter, Überträgerin (Konduktorin) der Bluterkrankheit (Hämophilie), sie vererbte die Krankheit an zwei ihrer Söhne. Der Sohn Heinrich starb an deren Folgen im Alter von vier Jahren. Der Sohn Waldemar starb daran kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, als keine Blutkonserven vorhanden waren.

  • Waldemar (1889–1945)
  • Sigismund (1896–1978)
  • Heinrich Viktor Ludwig Friedrich (1900–1904)

Literatur[Bearbeiten]

  • Karin Feuerstein-Praßer: Die deutschen Kaiserinnen. Piper, München 2006.
  • Irene, in: Internationales Biographisches Archiv 02/1954 vom 4. Januar 1954, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Princess Irene of Hesse and by Rhine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien