Iridium(VI)-fluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Iridium(VI)-fluorid
Allgemeines
Name Iridium(VI)-fluorid
Andere Namen

Iridiumhexafluorid

Summenformel IrF6
CAS-Nummer 7783-75-7
PubChem 3014587
Kurzbeschreibung

gelber kristalliner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 306,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,11 g·cm−3 (−140 °C)[2]

Schmelzpunkt

44 °C[1]

Siedepunkt

53,6 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Iridium(VI)-fluorid (IrF6), häufig auch Iridiumhexafluorid, ist eine chemische Verbindung der Elemente Iridium und Fluor und gehört zur Stoffgruppe der Hexafluoride.

Darstellung[Bearbeiten]

Iridiumhexafluorid wird durch direkte Umsetzung des Metalls in einem Überschuss von elementarem Fluor (F2) bei 300 °C dargestellt.[2]

\mathrm{Ir + 3\ F_2 \longrightarrow IrF_6}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Iridiumhexafluorid ist ein gelber kristalliner Feststoff, der bei 44 °C schmilzt und bei 53,6 °C siedet.[1] Er liegt in Form von hellgelben glänzenden Blättchen und Nädelchen vor, welche oberhalb -15 °C intensiv goldgelb und glasig werden. Es ist sehr hygroskopisch, greift Glas an. Platin wird ab 400 °C korrodiert. Halogene reduzieren es bei Raumtemperatur zu Iridium(IV)-fluorid.[4] Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem (gemessen bei −140 °C) in der Raumgruppe Pnma mit den Gitterparametern a = 941,1 pm, b = 854,7 pm und c = 495,2 pm und vier Formeleinheiten pro Elementarzelle mit einer berechneten Dichte von 5,11 g·cm−3.[2] Das IrF6-Molekül ist oktaedrisch (Oh); die Ir–F-Bindungslänge beträgt 183,3 pm.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d David R. Lide (Ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90th Edition (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-68.
  2. a b c d T. Drews, J. Supeł, A. Hagenbach, K. Seppelt: "Solid State Molecular Structures of Transition Metal Hexafluorides", in: Inorganic Chemistry, 2006, 45 (9), S. 3782–3788; doi:10.1021/ic052029f; PMID 16634614.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4.  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 282.

Literatur[Bearbeiten]