Irina Pawlowna Paley

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Irina Pawlowna Paley

Irina Pawlowna Fürstin Paley, Gräfin von Hohenfelsen (* 21. Dezember 1903 in Paris; † 15. November 1990 in Paris) war eine Enkelin von Zar Alexander II..

Leben[Bearbeiten]

Irina war die Tochter von Großfürst Pawel Alexandrowitsch Romanow (1860–1919) und seiner zweiten Ehefrau Olga von Pistohlkors (1865–1929), spätere Gräfin von Hohenfelsen und Fürstin Paley. Sie wuchs in Paris zusammen mit ihren beiden Geschwistern Wladimir Pawlowitsch (1897–1918) und Natalia Pawlowna (1905–1981) auf. Durch die erste Ehe ihres Vaters hatte Irina zwei ältere Halbgeschwister, Maria Pawlowna Romanowa und Dmitri Pawlowitsch Romanow. Dieser war an der Ermordung des Wanderpredigers Rasputin mitverantwortlich. 1914 wurde ihrer Familie erlaubt wieder in Russland zu leben.

Irinia mit Schwester Natalia (links)

Nach der Oktoberrevolution wurde das Vermögen der Romanows beschlagnahmt und viele Familienmitglieder im Alexanderpalast unter Hausarrest gestellt, darunter auch Irinas Vater mit seiner Familie. Ihr Bruder Wladimir wurde nach Alapajewsk gebracht, wo er später zusammen mit anderen Mitgliedern der Familie Romanow von der Tscheka ermordet wurde. Ihr Vater wurde 1919 in der Peter-und-Paul-Festung von Bolschewiken erschossen. 1920 floh Irina mit ihrer Mutter und Schwester über Finnland nach Frankreich.

Am 21. Mai 1923 heiratete sie in Paris ihren Cousin (ersten Grades) Prinz Feodor Alexandrowitsch Romanow (1898–1968), zweiter Sohn des Großfürsten Alexander Michailowitsch Romanow und der Zarentochter Xenia Alexandrowna Romanowa. Aus der Ehe ging ein Sohn, Michael (* 1924), hervor. 1934 wurde ihre Tochter Irene aus einer Liaison geboren und am 22. Juli 1936 ihre Ehe mit Feodor geschieden. Am 11. April 1950 heiratete sie in Paris Hubert Conquéré de Monbrison (1892–1981), den Vater ihrer Tochter.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jacques Ferrand: Il est toujours des Romanov (Les Romanovs en 1995). Paris 1995.
  • Gothaischer Genealogischer Hofkalender 1918 und 1920, Perthes, Gotha