Iris Berben

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Iris Berben bei der Berlinale 2011

Iris Berben (* 12. August 1950 in Detmold) ist eine deutsche Schauspielerin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Berben wuchs in Hamburg als Tochter eines Gastronomen-Ehepaars auf. Ihren eigenen Angaben zufolge wurde sie während ihrer Schullaufbahn von drei Internaten verwiesen und verließ die Schule ohne Abitur.[1] Ende der 1960er Jahre war sie mit dem israelischen Sänger Abi Ofarim liiert. 1971 wurde ihr Sohn Oliver geboren, der heute als Filmproduzent tätig ist.

Ihren ersten – wenn auch inoffiziellen – Fernsehauftritt hatte sie 1967 in einem Beitrag der Nordschau des NDR Fernsehens über die Blumenkinder der Hansestadt. Hier war sie in einer Großeinstellung als Blumenverteilerin zu sehen. Ihr Kinodebüt gab sie ein Jahr danach mit 18 Jahren mit dem Film Detektive. Sie drehte unter anderem mit Franco Nero und Jack Palance. Einem breiteren Publikum wurde sie an der Seite von Ingrid Steeger in der Klimbim-Nachfolgeserie Zwei himmlische Töchter unter der Regie von Michael Pfleghar bekannt. Neben vielen weiteren Filmen drehte sie zusammen mit Diether Krebs die Comedy-Reihe Sketchup. Beim Publikum äußerst beliebt war ihre Darstellung der Evelyn von Guldenburg in einer der erfolgreichsten deutschen Fernsehserien – Das Erbe der Guldenburgs ab 1987. In der Roman-Verfilmung Buddenbrooks aus dem Jahr 2008 war Berben als Konsulin Buddenbrook zu sehen. Als TV-Kommissarin spielt sie in der Krimi-Reihe Rosa Roth im ZDF die Titelrolle. Diese Reihe und viele andere Fernsehproduktionen mit Berben wurden von Carlo Rola inszeniert, insbesondere auch Die Patriarchin und Krupp – Eine deutsche Familie.

Iris Berben bei einer Veranstaltung der lit.Cologne 2007 in Köln

Berben hat diverse Hörbücher gelesen. Michael Verhoeven inszenierte 2002 ihre gegenüberstellenden Lesungen aus den Tagebüchern von Anne Frank und Joseph Goebbels. Sie war zudem 1978 für den Playboy sowie 1987 und 2002 für Penthouse Fotomodell. Berben war lange Zeit mit dem Geschäftsmann Gabriel Lewy liiert, von dem sie sich 2006 trennte.[2]

Bei den Dreharbeiten zu Afrika mon amour lernte sie ihren jetzigen Lebensgefährten Heiko Kiesow kennen.

2010 wurde Iris Berben gemeinsam mit Bruno Ganz zur neuen Präsidentin der Deutschen Filmakademie gewählt.

[Bearbeiten] Soziales und politisches Engagement

Nach dem Sechstagekrieg 1967 reiste Berben erstmals nach Israel. Das Thema Israel beschäftigt sie bis heute. 2002 erhielt sie den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland aufgrund ihres kontinuierlichen Engagements gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels in sicheren Grenzen. Im August 2007 eröffnete sie als Schirmherrin die Ausstellung der United Buddy Bears in Jerusalem. Sie ist Erstunterzeichnerin der Initiative Stop the Bomb, die sich gegen das Iranische Atomwaffenprogramm wendet. Ferner unterstützt Berben den Verein Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V., der sich bundesweit gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt einsetzt. Sie ist Schirmherrin des Magen David Adom-Israel in Deutschland e.V., der den Magen David Adom (Roter Stern Davids, Israels nationaler Rettungs- und Blutspendedienst) unterstützt.[3] Berben ist Kuratoriumsmitglied der Deutschen AIDS-Stiftung.

[Bearbeiten] Filmografie (Auszug)

[Bearbeiten] Hörbücher (Auszug)

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Berben bei der Verleihung der Quadriga 2010

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

  • Iris Berben, Esther Haase: Älter werde ich später: das Geheimnis, schön und sinnlich, fit und entspannt zu sein. Mosaik, München 2001, ISBN 3-576-11462-9 (Taschenbuch: Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-16726-4).
  • Iris Berben (Hg.): Eilige Nacht: etwas andere Weihnachtsgeschichten. Kreuz, Stuttgart 2004, ISBN 3-7831-2471-9.
  • Iris Berben (Hg.): Unter einem Himmel: Geschichten und Gedichte von Freundschaft und Toleranz. Kreuz, Stuttgart 2005, ISBN 3-7831-2547-2.
  • Iris Berben (Hrsg.), Joachim Knappe: Weihnachten für Dich und mich: die schönsten Geschichten aus aller Welt. Buch mit Hörbuch-CD, cbj, München 2005, ISBN 3-570-13037-1.
  • Iris Berben (Hrsg.), Nicole Maibaum: Frauen bewegen die Welt, Droemer, 2009, ISBN 978-3426274682.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Iris Berben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Artikel

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. rp-online.de, Iris Berben enthüllt ihre Jugendsünden, 25. April 2002.
  2. Nach 32 Jahren – Iris Berben wieder solo. sueddeutsche.de, 12. Juni 2006, abgerufen am 7. Februar 2011: „Der Rest ist Privatsphäre, die ich zu beachten bitte“.
  3. openPR über Schirmherrschaft für Magen David Adom - Israel e.V..
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