Iris Berben
Iris Berben (* 12. August 1950 in Detmold) ist eine deutsche Schauspielerin.
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Leben [Bearbeiten]
Berben wuchs in Hamburg als Tochter eines Gastronomen-Ehepaars auf. Ihren eigenen Angaben zufolge wurde sie während ihrer Schullaufbahn von drei Internaten verwiesen und verließ die Schule ohne Abitur.[1] Ende der 1960er Jahre war sie mit dem israelischen Sänger Abi Ofarim liiert. 1971 wurde ihr Sohn Oliver geboren, der heute Filmproduzent und seit 2009 Geschäftsführer der Produktion bei Constantin Film ist.
Ihren ersten – wenn auch inoffiziellen – Fernsehauftritt hatte sie 1967 in einem Beitrag der Nordschau des NDR Fernsehens über die Blumenkinder der Hansestadt. Hier war sie in einer Großeinstellung als Blumenverteilerin zu sehen. Ihr Kinodebüt gab sie ein Jahr danach mit 18 Jahren mit dem Film Detektive. Sie drehte unter anderem mit Franco Nero und Jack Palance. Einem breiteren Publikum wurde sie an der Seite von Ingrid Steeger in der Klimbim-Nachfolgeserie Zwei himmlische Töchter unter der Regie von Michael Pfleghar bekannt. Neben vielen weiteren Filmen drehte sie zusammen mit Diether Krebs die Comedy-Reihe Sketchup. Beim Publikum äußerst beliebt war ihre Darstellung der Evelyn von Guldenburg in einer der erfolgreichsten deutschen Fernsehserien – Das Erbe der Guldenburgs ab 1987. In der Roman-Verfilmung Buddenbrooks aus dem Jahr 2008 war Berben als Konsulin Buddenbrook zu sehen. Als TV-Kommissarin spielt sie in der Krimi-Reihe Rosa Roth im ZDF die Titelrolle. Diese Reihe und viele andere Fernsehproduktionen mit Berben wurden von Carlo Rola inszeniert, insbesondere auch Die Patriarchin und Krupp – Eine deutsche Familie.
Berben hat diverse Hörbücher gelesen. Michael Verhoeven inszenierte 2002 ihre gegenüberstellenden Lesungen aus den Tagebüchern von Anne Frank und Joseph Goebbels. Sie war zudem 1978 für den Playboy sowie 1987 und 2002 für Penthouse Fotomodell. Berben war lange Zeit mit dem Geschäftsmann Gabriel Lewy liiert, von dem sie sich 2006 trennte.[2]
Bei den Dreharbeiten zu Afrika mon amour lernte sie ihren jetzigen Lebensgefährten Heiko Kiesow kennen.
2010 wurde Iris Berben gemeinsam mit Bruno Ganz zur neuen Präsidentin der Deutschen Filmakademie gewählt.
Soziales und politisches Engagement [Bearbeiten]
Nach dem Sechstagekrieg 1967 reiste Berben erstmals nach Israel. Das Thema Israel beschäftigt sie bis heute. 2002 erhielt sie den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland aufgrund ihres kontinuierlichen Engagements gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels in sicheren Grenzen. Im August 2007 eröffnete sie als Schirmherrin die Ausstellung der United Buddy Bears in Jerusalem. Sie ist Erstunterzeichnerin der Initiative Stop the Bomb, die sich gegen das Iranische Atomwaffenprogramm wendet. Ferner unterstützt Berben den Verein Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V., der sich bundesweit gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt einsetzt. Sie ist Schirmherrin des Magen David Adom-Israel in Deutschland e.V., der den Magen David Adom (Roter Stern Davids, Israels nationaler Rettungs- und Blutspendedienst) unterstützt.[3] Berben ist Kuratoriumsmitglied der Deutschen AIDS-Stiftung.
Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten]
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Hörbücher (Auszug) [Bearbeiten]
- 2010: Petra Hammesfahr Die Mutter, Random House Audio Köln, gekürzt 4 CDs 296 Min., ISBN 978-3837104424
- 2005: Françoise Sagan Bonjour Tristesse, Random House Audio Köln, ISBN 978-3-898-30972-1.
- 2006: Minka Pradelski Und da kam Frau Kugelmann Random House Audio Köln, ISBN 978-3-866-04185-1.
- 2011: Marina Lewycka Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch, Random House Audio Köln, ISBN 978-3-837-10875-0.
- 2011: Iris Berben liest Verbrannte Bücher - Verfemte Komponisten, Verlag Herder, ISBN 978-3451319785.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1987 und 2004: Goldene Kamera
- 1989, 2003 und 2009: Bambi
- 1997: Bundesverdienstkreuz (am Bande)
- 2000: Goldene Europa GALA-Sonderpreis
- 2001: Scopus Award
- 2002: Leo-Baeck-Preis
- 2003: Bundesverdienstkreuz (1. Klasse)
- 2004: Women’s World Award – World Tolerance Award
- 2004, 2005 und 2007: Goldene Romy
- 2005: Bayerischer Verdienstorden
- 2006: Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Gold
- 2007: Karl-Valentin-Orden
- 2007: Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis)
- 2007: Steiger Award
- 2008: Adolf-Grimme-Preis
- 2009: Auszeichnung für Zivilcourage
- 2010: Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig (Kategorie Gesellschaftliches Engagement)
- 2011: Bayerischer Fernsehpreis, Ehrenpreis für das Lebenswerk
- 2011: Courage-Preis
- 2011: Bayerische Verfassungsmedaille in Silber
- 2012: Goldene Kamera Bester Fernsehfilm
- 2012: Grimme-Preis für Liebesjahre
- 2012: Rose d’Or, Kategorie "Lifetime Rose"
- 2013: Theodor-Lessing-Preis [4]
Veröffentlichungen (Auswahl) [Bearbeiten]
als Autorin oder Co.-Autorin
- Frauen bewegen die Welt. Droemer, München 2009, ISBN 978-3-426-27468-2 (zusammen mit Nicole Maibaum).
- Älter werde ich später. Das Geheimnis, schön und sinnlich, fit und entspannt zu sein. Vollständige Taschenbuchausgabe, 1. Auflage. Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-16726-4.
- Ein Jahr - ein Leben Hardcover, 1. Auflage. S. Fischer-Verlag, Frankfurt/M. 2012, ISBN 978-3-10-0048158.
als Herausgeberin
- Unter einem Himmel. Geschichten und Gedichte von Freundschaft und Toleranz. Kreuz, Stuttgart 2005, ISBN 3-7831-2547-2.
- Weihnachten für dich und mich. Die schönsten Geschichten aus aller Welt. Buch mit Illustrationen von Joachim Knappe; Hörbuch gelesen von Iris Berben. cbj, München 2005, ISBN 3-570-13036-3 (Medienkombination mit Hörbuch-CD).
- Eilige Nacht. Etwas andere Weihnachtsgeschichten. Kreuz, Stuttgart 2004, ISBN 3-7831-2471-9.
Literatur [Bearbeiten]
- Gero von Boehm: Iris Berben. 23. April 2002. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S.282–288.
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Iris Berben – Sammlung von Bildern - Literatur von und über Iris Berben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Iris Berben in der Internet Movie Database (englisch)
- Homepage von Iris Berben
- Laudatio anlässlich der Verleihung des Leo-Baeck-Preises 2002 an Iris Berben am 3. September 2002 von Paul Spiegel
- Iris Berben bei filmportal.de
Artikel
- Man kann im kleinen Kreis etwas verändern Der Bote für Nürnberg-Land, 5. Oktober 2009, Interview mit Iris Berben über aktuelle Projekte
- Die Unermüdliche von Kalle Schäfer, Rheinischer Merkur Nr. 40, 1. Oktober 2009
- Berben & Schüttler: Frauengespräch, Die Zeit Nr. 40 vom 24. September 2009
- „Über mein Privatleben gab es nie viel zu sagen“, FAZ, 3. Oktober 2006, Interview mit Iris Berben
- Telepolis über Berben, 18. Januar 2004 von Adrian Kupfer
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ rp-online.de, Iris Berben enthüllt ihre Jugendsünden, 25. April 2002.
- ↑ Nach 32 Jahren – Iris Berben wieder solo. sueddeutsche.de, 12. Juni 2006, abgerufen am 7. Februar 2011: „Der Rest ist Privatsphäre, die ich zu beachten bitte“.
- ↑ openPR über Schirmherrschaft für Magen David Adom - Israel e.V..
- ↑ Iris Berben erhält den Theodor-Lessing-Preis bei ndr.de vom 14. Februar 2013
| Personendaten | |
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| NAME | Berben, Iris |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 12. August 1950 |
| GEBURTSORT | Detmold |