Ironclad – Bis zum letzten Krieger

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Filmdaten
Deutscher Titel Ironclad – Bis zum letzten Krieger
Originaltitel Ironclad
Produktionsland Großbritannien, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Jonathan English
Drehbuch Jonathan English
Stephen McDool
Produktion Rick Benattar
Andrew J. Curtis
Jonathan English
Musik Lorne Balfe
Kamera David Eggby
Schnitt Peter Amundson
Gavin Buckley
Besetzung

Ironclad – Bis zum letzten Krieger (Originaltitel: Ironclad) ist ein britisch-US-amerikanischer Abenteuerfilm des Regisseurs Jonathan English, der am 4. März 2011 in den britischen Kinos anlief. In Deutschland erschien der Film am 7. Oktober 2011 auf DVD und Blu-ray Disc. Die Leih-DVD bzw. Leih-Blu-ray Disc wurde bereits am 14. September 2011 in Deutschland veröffentlicht. Mit Ironclad: Battle for Blood wurde 2014 eine Fortsetzung veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt im mittelalterlichen England. Der tyrannische King John wird vom eigenen, revoltierenden Adel besiegt und zur Unterzeichnung der Magna Carta gezwungen. Darin werden grundlegende politische Freiheiten des Adels gegenüber dem englischen König verbrieft. Bereits kurz nach der Vereinbarung beginnt der Monarch jedoch mit Vorbereitungen, die rebellierenden Adligen zurück in die Unterwerfung zu zwingen. Er formiert aus eigenen Untergebenen und herbeigerufenen dänischen Söldnern eine brutale Streitmacht. Im Anschluss fällt er nach und nach über die Wortführer jener Bewegung her und ermordet diese.

Ein reisender Abt und dessen drei Begleiter, erfahrene Tempelritter, werden zufällig Augenzeuge jener Gewaltexzesse. Sie stellen sich King John entgegen, wenngleich ihr Eingreifen aufgrund der zahlenmäßigen Übermacht sinnlos erscheint. Die Kreuzzügler werden erwartungsgemäß überwältigt und getötet – bis auf Templer Marshal, der flüchten kann. Dieser wendet sich im Anschluss an den Erzbischof Langton, den Erzrivalen King Johns. Man fasst den Plan, das strategisch wichtige Rochester Castle einzunehmen, um den Tyrannen zu hindern, mit seinem Heereszug weiter in Richtung London vorzudringen. Unter der Führung des Barons de Albany besetzt eine Gruppe verwegener Kämpfer – einschließlich Marshal – schließlich die Festung, trotz eindringlicher Proteste des Burgherren Cornhill.

Produktion[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten wurden ausschließlich in Wales und von den dortigen Dragon Studios durchgeführt. Die Produktionskosten beliefen sich auf ca. 25 Millionen US-Dollar und der Film stellt damit die bisher teuerste walisische Independent-Produktion dar.[1] Laut Produzent Andrew J. Curtis stellte sich die Finanzierung als sehr schwierig dar, es sei „komplexer als eine Karte der Londoner U-Bahn“ gewesen.[2] Es war das erste Projekt der neu gegründeten Produktionsfirma Mythic International Entertainment.

Für den Soundtrack war Lorne Balfe, der derzeit in Hans Zimmers Studio Remote Control Productions tätig ist, zuständig. Eine Soundtrack-CD des Films ist ebenfalls im Handel erhältlich.[3]

Ursprünglich sollte Megan Fox die Rolle der Lady Isabel übernehmen, sprang allerdings dann ab und wurde durch Kate Mara ersetzt.

Kritiken[Bearbeiten]

Von Filmkritikern erhielt Ironclad – Bis zum letzten Krieger größtenteils positive bis mittelmäßige Rezensionen.

Ironclad ist ein anstrengender Film: Auf pathostriefende Monologe über Recht und Freiheit haben Jonathan English und seine Co-Autoren wohlweislich verzichtet, dafür nehmen die Erzähler ihr Szenario zu ernst. Mit einer hohen Schnittfrequenz, hektischer Handkamera und knallharten Gewaltdarstellungen werden die Schlachtensequenzen schnell zur Belastungsprobe. […] Damit war das Budget dann wohl auch aufgebraucht. Zumindest deuten die miesen CGI-Effekte, die allerdings nur selten zum Einsatz kommen, darauf hin. Sei es drum – Ironclad mag ein kleiner Film sein, dafür aber einer mit Ecken und Kanten: aufregend, beklemmend und dabei auch noch ziemlich fetzig!“

Filmstarts[4]

„Ironclad ist ein blutiges Schlachtengemälde, das während der ganzen zwei Stunden prächtig unterhält. Manchmal wünscht man sich aber einen weniger exzessiven Einsatz der Wackelkamera in den Actionsequenzen und etwas weniger Lovestory. Doch dies vermag man mit coolen Helden, fiesen Gegnern und den brutalen Schwertkämpfen auszugleichen, was Ironclad im Endeffekt mehr zu Centurion als zu Kingdom of Heaven macht.“

Outnow[5]

„Regisseur English trotzt denn auch jedem Anflug von Klasse, verheizt beispielsweise tolle Charakterdarsteller wie Paul Giamatti (Sideways) oder Brian Cox (X-Men 2), und lässt einen durchaus interessanten historischen Actionstoff zu einer billigen und zudem langweiligen Splatterorgie verkommen. Da nützen auch die höchst atmosphärische Kameraarbeit oder die großartige Ausstattung wenig. Es wäre alles da gewesen, um aus Ironclad einen stärkeren Film zu machen, als er es am Ende geworden ist.“

Zelluloid[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ironclad Soundtrack. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  2. 'Ironclad' overcomes finance obstacles, Variety.com. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  3. Ironclad Soundtrack. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  4. Filmkritik auf Filmstarts.de. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  5. Filmkritik auf outnow.ch. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  6. Filmkritik auf Zelluloid. Abgerufen am 22. Oktober 2011.