Irrawaddy-Flusshai

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Irrawaddy-Flusshai
Systematik
Haie (Selachii)
Überordnung: Galeomorphii
Ordnung: Grundhaie (Carcharhiniformes)
Familie: Requiemhaie (Carcharhinidae)
Gattung: Flusshaie (Glyphis)
Art: Irrawaddy-Flusshai
Wissenschaftlicher Name
Glyphis siamensis
(Steindachner, 1896)

Der Irrawaddy-Flusshai (Glyphis siamensis) ist eine Art der Flusshaie (Gattung Glyphis) innerhalb der Requiemhaie (Carcharhinidae). Dieser Hai ist nur von einem Museumsexemplar bekannt, das im 19. Jahrhundert in der Deltamündung des Irrawaddy an der Küste Birmas gefangen wurde. Der Hai wird als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Merkmale[Bearbeiten]

Fanggebiet

Das einzige bekannte Exemplar des Irrawaddy-Flusshais ist 60 cm lang. Der südafrikanische Haiexperte Leonard Compagno nimmt eine Maximallänge von einem bis drei Meter an. Der Hai hat einen stämmigen Körper, der oberseits braungrau, unterseits weiß und ohne irgendwelche Zeichnungen ist. Das kurze Rostrum ist breit abgerundet, die Augen sind klein. Die Zähne im Oberkiefer sind breit, dreieckig und gesägt, die ersten Unterkieferzähne besitzen nur schwach gesägte Kanten. Der Beginn der ersten Rückenflosse liegt über dem Ende der Brustflossenbasis, die zweite ist halb so hoch wie die erste. Ein Interdorsalkamm fehlt. Die Afterflosse hat an ihrem hinteren Rand eine starke Einbuchtung. Vom nah verwandten Gangeshai (Glyphis gangeticus) unterscheidet sich der Irrawaddy-Flusshai durch eine höhere Anzahl von Wirbeln und eine geringere Anzahl von Zähnen.

Gefährdung[Bearbeiten]

Der Irrawaddy-Flusshai wird in der Roten Liste der IUCN als vom Aussterben bedroht ("Critically Endangered") eingestuft.[1]

Belege[Bearbeiten]

  1. Glyphis siamensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: Barnett, L.A.K., Quaranta, K.L., Ebert, D.A., White, W.T. & Compagno, L.J.V., 2008. Abgerufen am 11. August 2011

Literatur[Bearbeiten]

  • Leonard Compagno, Marc Dando, Sarah Fowler: Sharks of the World. Princeton Field Guides, Princeton University Press, Princeton und Oxford 2005; S. 133-134, ISBN 978-0-691-12072-0.

Weblinks[Bearbeiten]