Irrtum im Jenseits

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Filmdaten
Deutscher Titel Irrtum im Jenseits
Originaltitel A Matter of Life and Death
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 1946
Länge 108 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Michael Powell
Emeric Pressburger
Drehbuch Michael Powell
Emeric Pressburger
Produktion Michael Powell
Emeric Pressburger
Musik Allan Gray
Kamera Jack Cardiff
Schnitt Reginald Mills
Besetzung

Irrtum im Jenseits (A Matter of Life and Death, in den USA zunächst Stairway to Heaven) ist einer der klassischen Filme des Duos Michael Powell und Emeric Pressburger.

Der 1946 produzierte Film sollte der Festigung der transatlantischen Freundschaft zwischen Großbritannien und den USA dienen. Die Liebesgeschichte zwischen der amerikanischen Fluglotsin June (Kim Hunter) und dem britischen Fliegeroffizier Peter D. Carter (David Niven) ist aber kein Propagandafilm sondern eine bewegende und humorvolle Mischung von Drama und romantischer Komödie.

Handlung[Bearbeiten]

Carters Flugzeug wird während einer der letzten Luftschlachten des Zweiten Weltkriegs über England angeschossen. Die gesamte Besatzung außer ihm ist tot, er selbst hat keinen funktionierenden Fallschirm mehr zur Verfügung. Carter erwartet in stoischer Ruhe den sicher scheinenden Tod. Sein letzter Kontakt zur Außenwelt ist die Stimme einer amerikanischen Funkerin, die ihm Mut zuspricht, und in die er sich verliebt. Als Carter zuletzt aus seinem Flugzeug ohne Fallschirm abspringt, überlebt er auf wunderbare Weise. (Wie sich später herausstellt, hat der Engel, der ihn abholen sollte, sich im britischen Nebel verirrt). Carter trifft June, die beiden werden ein Paar, im Himmel ist man aber über die unvorhergesehene Panne keineswegs glücklich. Der erkrankte Carter wird im Traum über die (in der amerikanischen Version namensgebende) Himmelsstiege zu einer Art Prozess geholt, der entscheiden soll, ob er tatsächlich am Leben bleiben darf. Natürlich siegt am Ende die Liebe.

Ein Filmklassiker[Bearbeiten]

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Ein Plot, der in den Händen weniger begabter Filmemacher zu einem belanglosen B-Movie hätte werden können, geriet in den Händen von Powell und Pressburger zum Filmklassiker. Mit leichter Hand werden die kulturellen Differenzen zwischen den USA und Großbritannien ironisiert, übers britische Radio hört man die Stimme Winston Churchills, übers amerikanische ertönt Jazz. Während die irdischen Szenen in Technicolor gedreht sind, erscheinen jene im Jenseits überraschenderweise in Schwarzweiß. Die Tatsache, dass sich der RAF-Captain Carter in seiner Studienzeit in Oxford mit Geschichte befasst hat, gibt Anlass zu zahlreichen pointierten Dialogstellen. Das Motiv der Himmelsstiege des in der Nachkriegszeit äußerst erfolgreichen britischen Films wurde satirisch in der Episode Heavenly Puss (1948–49) der Tom und Jerry Trickfilme weitergesponnen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Der Film hält mit Eleganz, satirischem Witz, Sensibilität und Takt die Balance zwischen Realität und Phantasmagorie. Vorzüglich gespielt und wundervoll ausgestattet, hat er alle Attribute einer anspruchsvollen Unterhaltung, deren optische Reize stets filmspezifisch sind.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1948 gewannen Michael Powell und Emeric Pressburger den Bodil Award für den besten europäischen Film.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Irrtum im Jenseits im Lexikon des Internationalen Films