Irun

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Gemeinde Hondarribia/Fuenterrabía
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Hondarribia/Fuenterrabía
Irun (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: BaskenlandBaskenland Baskenland
Provinz: Gipuzkoa
Comarca: Bajo Bidasoa
Koordinaten 43° 20′ N, 1° 48′ W43.338611111111-1.796666666666720Koordinaten: 43° 20′ N, 1° 48′ W
Höhe: 20 msnm
Fläche: 42,40 km²
Einwohner: 61.113 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.441,34 Einw./km²
Postleitzahl: 20300–20305
Gemeindenummer (INE): 20045 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: José Antonio Santano Clavero (PSE-EE)
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
Gipuzkoa municipalities Irun.JPG

Irun (span. Irún) ist eine spanische Stadt in der Provinz Gipuzkoa in der Autonomen Region Baskenland. In Irun leben 61.113 Einwohner (Stand 1. Januar 2013) auf einer Stadtfläche von 42 km².

Lage[Bearbeiten]

Irun liegt 15 km östlich der Provinzhauptstadt San Sebastián unmittelbar an der spanisch-französischen Grenze. Im Osten der Stadt fließt der Grenzfluss Bidasoa, der bei der drei Kilometer entfernt liegenden Nachbarstadt Hondarribia in den Golf von Biscaya mündet. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bidasoa liegt die französische Stadt Hendaye.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Frühgeschichte Iruns ist unbekannt, dennoch gibt es Überreste römischer Besiedlung. Ein Zweig des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela (Jakobsweg) führte durch Irun und sorgte für ein ständiges Wachstum. Die Grenzlage zu Frankreich sorgte oft für kriegerische Auseinandersetzungen und Belagerungen. Irun wurde 1203 erstmals urkundlich erwähnt als Alfons der VIII. von Kastilien der Stadt Hondarribia in der Carta Puebla das Privileg des Gerichtsstandes gewährte.

Auf der Fasaneninsel im Grenzfluss Bidasoa wurde 1659 zwischen Ludwig XIV. und dem spanischen König der Pyrenäenfrieden und etwas später zwischen Ludwig XIV. und Maria Theresia von Spanien (in Frankreich stets als Marie-Thérèse d’Autriche bezeichnet) der Heiratsvertrag unterzeichnet. Die Insel wird in halbjährlich wechselndem Rhythmus von Hendaye und von der spanischen Stadt Irún verwaltet.

Erst am 17. Februar 1766 erhielt Irun die volle Unabhängigkeit von Hondarribia, das bis dahin für die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit zuständig war. 1814 wurde Irun der Provinz Guipúzcoa zugewiesen. Am 15. August 1913 wurde Irun zur Stadt erhoben. Während des Spanischen Bürgerkrieges 1936–1939 wurde die Stadt zu großen Teilen während der nationalistischen Offensive von Guipúzcoa zerstört.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung Irun
Jahr 1800 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1981 1991 2000 2008
Einwohner 1.180 9.912 12.120 14.161 17.670 14.368 19.956 29.814 45.060 53.445 53.276 56.486 61.419

Verkehr[Bearbeiten]

Irun ist Grenzbahnhof zwischen Frankreich und Spanien. Bei Überqueren der Grenze muss jeder Zugreisende hier umsteigen, da die herkömmlichen Eisenbahnlinien in Spanien die Breitspur anstatt der in Europa üblichen Normalspur verwenden. Eine Ausnahme bildet dabei nur der EN Paris–Madrid, der an der Grenze umgespurt wird. Irun wird von Schnellzügen sowohl der französischen Staatsbahn SNCF (TGV) als auch der spanischen RENFE bedient.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Santa María del Juncal
Rathaus Irun
  • Kirche Santa María del Juncal (16. Jahrhundert)
  • Wallfahrtsmuseum der Kapelle Ama Xantalen
  • Barockes Rathaus mit der San-Juan-Säule (1564) auf dem Vorplatz, die dem Widerstand gegen französische Invasoren gewidmet wurde und die Unabhängigkeit der Einwohner Iruns symbolisiert

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Irun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
Muszla Jakuba.svg
Navigationsleiste Jakobsweg „Camino Vasco del Interior

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