Isborsk

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Isborsk
Mittelalterliche russische Festung Staryi Isborsk

Mittelalterliche russische Festung Staryi Isborsk

Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Isborsk (russisch Изборск)
Geographische Lage 57° 42′ 37,1″ N, 27° 51′ 33,4″ O57.71030555555627.859277777778Koordinaten: 57° 42′ 37,1″ N, 27° 51′ 33,4″ O
Isborsk (Russland)
Isborsk

Isborsk (russisch Изборск) ist ein Dorf mit einer altrussischen Burg westlich von Pskow, unweit der estnischen Grenze.

Geschichte[Bearbeiten]

Isborsk ist mit Weliki Nowgorod und Beloosero die am frühesten erwähnte Burg in der altrussischen Geschichtsschreibung.

Es liegt in ursprünglich ostseefinnischem Siedlungsgebiet, möglicherweise dem der Tschuden.[1] 862 hatten laut Nestorchronik die Stämme der Ilmensee-Slowenen, der Tschuden, Kriwitschen und Wes Führer der Rus gebeten, über sie zu herrschen. Isborsk wurde Sitz von Truvor, eines Bruders des Rurik.
Ab 907 war Pskow offensichtlich die beherrschende Burg der Region.

Die nächste Erwähnung der Burg in altrussischen Chroniken ist auf das Jahr 1233 datiert, als Isborsk vorübergehend vom livländischen Schwertbrüderorden besetzt wurde. Bis ins 16.Jahrhundert dauerten die immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen mit den Ordensrittern.

1330 wurde die Burg an einem anderen Ort neu errichtet. Das älteste davon erhaltene Gebäude ist der Turm Lukowka. Er war der einzige Steinbau der Umgebung und komplettierte einen Holzwall. Bis ins 15.Jahrhunderten wurden sieben weitere Steintürme und die steinerne Kremlmauer errichtet.

1510 kam Isborsk zum Fürstentum Moskau.

Die Christi-Geburt-Kirche im Isborsker Kreml wurde im 16. Jahrhundert errichtet.

1581-82 gehörte es zur Polnische Adelsrepublik.

Nach dem 1920 geschlossenen Frieden von Tartu verlief die russisch-estnische Grenze östlich von Isborsk, so dass die Stadt Teil Estlands war. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie unter deutscher Besatzung weitgehend zerstört.

Als Estland 1945 an die Sowjetunion fiel, wurde auch die Grenze zwischen den beiden Teilrepubliken nach Westen verschoben. Daher ist Isborsk heute wieder russisch.

Archäologische Ausgrabungen[Bearbeiten]

1924 fanden Ausgrabungen unter Leitung des schwedischen Archäologen Birger Nerman statt.

Museum[Bearbeiten]

Seit 1998 befindet sich in Isborsk ein Museum, u.a. für Steinkreuze.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Isborsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Lebten u.a. im heutigen Estland, um Tartu und wahrscheinlich auch am nördlich von Isborsk gelegenen Peipussee (Tschudskoje osero). Die Kriwitschen lebten südlicher um Polazk, und sind für die Gegend von Isborsk nicht schriftlich belegt.