Isla San Lorenzo

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Isla San Lorenzo
Historische Karte von 1888
Historische Karte von 1888
Gewässer Pazifischer Ozean
Geographische Lage 12° 5′ 0″ S, 77° 13′ 0″ W-12.083333333333-77.216666666667Koordinaten: 12° 5′ 0″ S, 77° 13′ 0″ W
Isla San Lorenzo (Peru)
Isla San Lorenzo
Länge 8 km
Breite 2 km
Fläche 17,6 km²

Die Isla San Lorenzo ist eine Insel vor Callao in Peru. Mit einer Fläche von 17,6 km² und einer Ausdehnung von rund 2 Kilometern Breite und 8 Kilometern Länge ist sie die größte Insel Perus. In ihrer unmittelbarer Nähe liegt die Insel El Frontón. Da die Isla San Lorenzo keine Süßwasserquellen hat, wurde sie nie besiedelt. Es gab immer wieder Pläne, die Insel mit einer Brücke oder einem Tunnel mit dem Festland zu verbinden. Gegenwärtig läuft eine große Diskussion um die Errichtung eines Hubs auf der Isla San Lorenzo.

Geschichte[Bearbeiten]

Da es auf der Insel keine Süßwasserquellen gibt, wurde sie nie dauerhaft besiedelt. Sie wurde jedoch oft von den Einwohnern des prähispanischen Perus besucht, die die Insel als Friedhof benutzten, da die Meeresinseln eine mythologische Bedeutung hatten.

Während der Kolonialzeit war die Insel Stützpunkt für englische und niederländische Piraten, die regelmäßig Callao überfielen.

1866 wurde die Insel von Spanien besetzt und im Kampf gegen Peru als Stützpunkt verwendet. Hier wurden die spanischen Schiffe repariert und die Toten beigesetzt, bevor sich Spanien von der peruanischen Küste zurückzog.

Anfang der 1990er Jahre, während der Zeit des Terrorismus in Peru, diente der peruanische Marinestützpunkt auf der Insel vorübergehend als Gefängnis für die Mitglieder des Sendero Luminoso, bis Hochsicherheitsgefängnisse im Landesinneren errichtet waren.

Der Hub auf San Lorenzo[Bearbeiten]

Hauptartikel: San Lorenzo Hub Port

Planung[Bearbeiten]

Gegenwärtig laufen Planungen, auf der Isla San Lorenzo einen Hub für den internationalen Warenhandel zu errichten, den San Lorenzo Hub Port. Lima liegt sowohl für die nationalen Märkte in Peru, als auch die lateinamerikanischen Märkte relativ zentral und könnte so zu einem der größten Umschlagsplätze an der südamerikanischen Westküste avancieren. Für dieses Vorhaben sollen auf der Insel ein Frachthafen, ein Flughafen und ein Güterbahnhof entstehen. Die Planungen sehen für dieses Vorhaben u.A. eine künstliche Vergrößerung der Landfläche der Insel, ein submarines Tunnelsystem zur Verbindung der Insel mit dem Festland und eine künstliche Umleitung der küstennahen Meeresströmung vor. Die technische Planung und die Suche nach Investoren ist bereits abgeschlossen. Eine politische Entscheidung steht bislang aber aus.

Kontroverse[Bearbeiten]

Die Planungen dieses Hubs werden von großen Diskussionen begleitet. Befürworter betonen die günstige geostrategische Lage und versprechen sich deutliche Wachstumsimpulse für die schwache peruanische Wirtschaft. Gegner weisen dagegen auf die bereits heute überlastete Infrastruktur Limas, die enormen Kosten bei anhaltend großen sozialen Problemen und die Zerstörung des ökologischen Lebensraumes hin. Als Kompromiss wird ein vergleichbares Alternativmodell in der Bucht von San Juan de Marcona vorgeschlagen.

Weblinks[Bearbeiten]