Islamic Relief

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Infostand der IRD in der Georgstraße von Hannover, hier insbesondere mit Bitte um Hilfe für die Kinder Pälastinas

Islamic Relief Deutschland (IRD) ist eine deutsche Nichtregierungsorganisation und wurde 1996 in Köln gegründet. Islamic Relief Deutschland ist Partner von Islamic Relief Worldwide, einem Netzwerk mit 13 selbstständigen Islamic Relief-Partnerorganisationen in Europa, Afrika, Asien und den USA, das 1984 als Reaktion auf die damalige Hungersnot am Horn von Afrika gegründet wurde. Dank des weltweiten Netzwerkes von Partner- und Projektbüros in mehr als 40 Ländern erreicht Islamic Relief mit ihren Nothilfe- und Entwicklungsprojekten bedürftige Menschen in Afrika, Asien, Nahost und Osteuropa. Unterstützt wird ihre Hilfe durch Tausende von einheimischen Helfern und koordiniert durch das internationale Büro in Birmingham. Der Hauptsitz von Islamic Relief Deutschland ist in Köln; Niederlassungen befinden sich in Berlin, Essen und München.

Ziele[Bearbeiten]

Islamic Relief Deutschland setzt sich für die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen ein, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und ist überwiegend in den Bereichen Nothilfe, Katastrophenvorsorge, Gesundheitsversorgung, Ernährungssicherung, Bildung, Waisen- und Kinderförderung, Wasser- und Sanitärversorgung und Einkommenssicherung tätig. Wichtiges Merkmal bei der Arbeit von Islamic Relief Deutschland ist eine enge Zusammenarbeit mit ihren Islamic Relief Partnerorganisationen sowohl im lokalen als auch im nationalen und internationalen Kontext. Mit der Unterzeichnung des "Code of Conduct" (Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung) gewährleistet "IRD", dass alle Projekte den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.[1]

Aufgabenbereiche[Bearbeiten]

Fragestellung „Was hast Du heute gemacht, um die Welt zu retten?“
2014 am Infostand in Hannover

Als nichtstaatliche Organisation (NGO) verpflichtet sich Islamic Relief Deutschland, den Ärmsten dieser Erde zu helfen, unabhängig von Rasse, Religion oder Geschlecht. In Krisengebieten kümmert sich ‘‘IRD‘‘ unter anderem um die Verteilung von Lebensmittel- und Hygienepaketen, die Versorgung mit Trinkwasser, die Lieferung von Treibstoff für Pumpen und Generatoren und allgemeine Wiederaufbauhilfe. Islamic Relief Deutschland ist in folgenden Sektoren aktiv: Nothilfe- und Hilfsprojekte, Wasser- und Sanitärprojekte, Gesundheits- und Ernährungsprojekte, Einkommenssicherungsprojekte, Bildungsprojekte und Waisenpatenschaften. Des Weiteren unterstützt IRD mit ihren saisonalen Projekten während des Fastenmonats Ramadan und des islamischen Opferfestes Kurban Familien, indem Lebensmittel-und Fleischpakete an diese verteilt werden.[2]

Mitgliedschaften und Kooperationen[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Interkulturelle Woche in Schwerin[Bearbeiten]

Im Rahmen der Interkulturellen Woche (27. September-3. Oktober 2009) in Schwerin, die bundesweit unter dem Motto „Misch Mit!“ stattfand, nahm Islamic Relief Deutschland an der Veranstaltung „Ihr Nachbar ist Muslim! Islam in Deutschland- eine Herausforderung?“ statt. Der Büroleiter von Islamic Relief Berlin, Ismet Misirlioglu, referierte über das Thema „Islam heißt Nächstenliebe“ und berichtete über die langjährige Arbeit von Islamic Relief Worldwide im humanitären Sektor.[5]

Muslimisches Seelsorgentelefon (MUTES)[Bearbeiten]

Seit 2009 ist Islamic Relief Deutschland Trägerverein des Muslimischen SeelsorgeTelefons (MuTeS) in Berlin. MUTES ist das erste Projekt, das Islamic Relief Deutschland erstmals in Deutschland dauerhaft etabliert hat. Bei diesem Projekt kooperiert Islamic Relief Deutschland mit Caritas und Diakonie, um von ihren Erfahrungen im Telefonseelsorgenbereich zu profitieren. Die Kooperation bezieht sich vor allem auf die Bereiche Ausbildung, Weiterbildung und Supervision.[6]

Konferenz in Kooperation mit der Deutschen Welthungerhilfe[Bearbeiten]

Am 7. und 8. Dezember 2009 fand in Bonn die Konferenz „Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Arbeit im Kontext des Islam“ statt. In Kooperation mit der Deutschen Welthungerhilfe veranstaltete Islamic Relief Deutschland eine zweitägige Konferenz.[7]

Gender-Woche[Bearbeiten]

Islamic Relief Deutschland nahm an Fachgesprächen der Gender-Woche (8.-12. März), die die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) veranstaltet hat, teil. Dabei beteiligte sich IRD mit einem Vortrag über Entwicklungszusammenarbeit und Gender im islamischen Kontext.

MJD Meeting 2010[Bearbeiten]

Vom 21.-24. Mai 2010 trafen sich auf dem Feriengelände in Bad Orb Muslime zwischen 13 und 30 Jahren auf dem Meeting der Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD). Neben den zahlreichen Aktivitäten auf dem Feriengelände wurden Vorträge, Workshops, bunte Abende zu Kunst und Kultur und ein Sportprogramm angeboten. Islamic Relief Deutschland war als Sponsor mit einem Infostand vertreten und verloste während des MJD-Treffens eine Umra-Reise.[8]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lisa Schiemann: Fundraising als Managementaufgabe. Zwischen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit am Beispiel der humanitären Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland [Elektronische Ressource], 1. Auflage, Saarbrücken: AV Akademikerverlag, 2013, ISBN 978-3-639-47026-0 und ISBN 3-639-47026-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Islamic Relief Deutschland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.islamicrelief.de/ueber-uns/unsere-arbeit/
  2. http://www.islamicrelief.de/uploads/media/Jahresbericht_2008_Islamic_Relief_Deutschland.pdf
  3. http://www.presseanzeiger.de/meldungen/gesellschaft-kultur/379217.php
  4. http://www.islamicrelief.de/meldungen/islamic-relief-deutschland-erhaelt-auszeichnung/
  5. http://www.islamicrelief.de/meldungen/schweriner-veranstaltung-mit-dr-ayyub-axel-koehler
  6. http://www.mutes.de/home.html
  7. http://www.welthungerhilfe.de/islamkonferenz.html
  8. http://www.islamicrelief.de/meldungen/islamic-relief-auf-mjd-meeting-2010/