Isola Comacina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Isola Comacina
Isola Comacina
Isola Comacina
Gewässer Comer See
Geographische Lage 45° 57′ 53″ N, 9° 10′ 36″ O45.9648194444449.1767611111111239Koordinaten: 45° 57′ 53″ N, 9° 10′ 36″ O
Isola Comacina (Italien)
Isola Comacina
Länge 500 m
Breite 120 m
Fläche 7,5 ha
Höchste Erhebung 239 m s.l.m.
Einwohner (unbewohnt)

Die Isola Comacina ist die einzige Insel im Comer See in der Provinz Como in der Lombardei, Italien. Sie liegt gegenüber den Dörfern Ossuccio und Sala Comacina und ist von Menaggio mit dem Schiff und von Sala Comacina mit einer kleinen Fähre aus erreichbar. Sie gehört zur Gemeinde Ossuccio.

Die Insel erreicht eine Höhe von 239 m s.l.m., d.h. 43 Meter über dem Seespiegel.

Auf der etwa 500 m langen, maximal 120 m breiten Insel befindet sich die Kirche San Giovanni. Außerdem sind auf der Insel Reste der Basilika S. Eufemia, die während des Krieges im 12. Jahrhundert zerstört wurde, erhalten. Ausgrabungen haben wertvolle Mosaike aus der Römerzeit ans Licht gebracht. Im Restaurant auf der Insel aßen schon Sylvester Stallone, Konrad Adenauer und Kirk Douglas.

Geschichte[Bearbeiten]

Wichtig wurde der Ort aus strategischen und religiösen Gründen, da sich in der Umgebung die Barbaren verbreiteten und der Krieg zwischen Oströmern (Griechen) und Langobarden ausbrach. Als Uraja im Jahr 569 Mailand zum Kapitulieren brachte, flüchteten die Reichen aus Como und Umgebung mit ihrem Vermögen auf die kleine Insel, die damals noch Cristopolis hieß. Innerhalb kurzer Zeit wurden Festungen, Häuser und Kirchen gebaut. Die Insel gewann dann immer mehr an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. 1118 begann der 10-jährige Krieg zwischen Mailand und Como. Zu dieser Zeit war die Insel mit Mailand verbündet, das schließlich 1127 gewann. Mit den drei Pfarreien, Dongo, Gravedona und Sorico, gelang es Como, die Insel zu überfallen und zu zerstören. Im Jahr 1175 verbot Kaiser Friedrich Barbarossa mit einem Dekret den Wiederaufbau von Kirchen, Festungen und Häusern. Die Insel blieb danach unbewohnt, da Bischof Vidulfo einen Fluch aussprach. Danach wurde die Insel vom Bistrum an die Familie Vacana weitergegeben. Der Besitzer, Augusto Giuseppe Caprani beschloss 1914, die Insel an Albert I., dem König von Belgien, zu vermachen. Im Mai 1920 schenkte Albert I. die Insel dem italienischen Staat.

Weblinks[Bearbeiten]

Website Isola Comacina

 Commons: Isola Comacina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien