Ispringen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ispringen
Ispringen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ispringen hervorgehoben
48.9158333333338.6708333333333275Koordinaten: 48° 55′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 8,21 km²
Einwohner: 6017 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 733 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75228
Vorwahl: 07231
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 030
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gartenstraße 12
75228 Ispringen
Webpräsenz: www.ispringen.de
Bürgermeister: Volker Winkel
Lage der Gemeinde Ispringen im Enzkreis
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Über dieses Bild

Ispringen ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, etwa drei Kilometer von Pforzheim entfernt.

Geographie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ispringen

Zur Gemeinde Ispringen gehören das Dorf Ispringen und der Ort „Katharinentalerhof, Gesindehaus“.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Ispringen wurde im Jahre 1272 erstmals als Urspringen urkundlich erwähnt. Der frühere Name weist darauf hin, dass die Siedlung wahrscheinlich im Quellgebiet des Kämpfelbachs erfolgte. Die Herrschaft über das Dorf lag seit 1365 beim Dominikanerinnenkloster von Pforzheim. Nachdem dieses mit der Reformation aufgelöst wurde, gehörte das Dorf den Markgrafen von Baden. Der Besitz an Ispringen war im Wesentlichen in sieben Lehensgüter mit zusammen rund 400 Morgen Ackerflächen, Wiesen und Weinbergen aufgeteilt. Der größte dieser Höfe, der Oberhof, ist bereits im Jahr 1355 als Besitz des Frauenklosters nachgewiesen. In den Nachkriegsjahren fokussierte sich die Gemeinde auf die Errichtung sowie Erschließung neuer Wohnquartiere. Im zeitlichen Rahmen der zurückliegenden Jahren galt es zudem, den Ortskern zu sanieren; der Gebäudebestand wurde saniert, Straßenzüge weitgehend neugestaltet. [3]

Religionen[Bearbeiten]

Um 1370 übernahm die Pfarrkirche in Ispringen die Nachfolge der Kirche im untergegangenen ehemaligen Ort Neidlingen. Die Reformation wurde Mitte des 16. Jahrhunderts durch die Markgrafen von Baden eingeführt. Im 19. Jahrhundert machte der örtliche Pfarrer Georg Friedrich Haag den Ort zum Mittelpunkt einer Erweckungsbewegung, die gegen den Willen der Evangelischen Landeskirche in Baden am reinen lutherischen Glauben festhalten wollte. Die Siloah-Gemeinde spaltete sich daraufhin 1855 von der Landeskirche ab und beteiligte sich an der Gründung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1950: 2800
  • 2005: 6027
  • 2013: 6101

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl am 5. April 2009 setzte sich Volker Winkel (parteilos) mit 76,70 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 55 Prozent gegen seinen Mitbewerber und Gemeinderat Stefan Jung (CDU) durch. Der bisherige Amtsinhaber Heinrich Kemmet schied krankheitsbedingt aus dem Dienst aus.[4]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 23,8 % -12,4 4 Sitze -3
FWG/FWI 34,5 % +3,0 7 Sitze +1
SPD 23,3 % +1,2 4 Sitze 0
LMU 18,5 % +8,3 3 Sitze  +2

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt auf rotem Grund eine goldene Schafschere.

Verkehr[Bearbeiten]

Ispringen verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker. Dort hält die Stadtbahnlinie S5 tagsüber mindestens halbstündlich. Ein zweiter Haltepunkt an der Kämpfelbachquelle (Ispringen West) ist in Planung. Die Bundesautobahn 8 ist über die Anschlussstellen Pforzheim-West oder Pforzheim-Nord in jeweils rund fünf Kilometer Entfernung zu erreichen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 76 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG in Stahlbetonbauweise auf dem Hohberg (Geographische Koordinaten: 8°41'20“ östliche Länge, 48° 55' 15“ nördliche Breite)

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Kämpfelbachquelle an der L570
Russeneiche am Ochsenweg Ispringen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Urspringer Kosaken Fescht
  • Sportfest des 1. FC Ispringen
  • Volleyballtriathlon des 1. Ispringer Volleyballverein
  • 1. Maifest auf dem Jünglingsplatz
  • Modellbahntag der Eisenbahnfreunde Ispringen e.V.
  • Robert-Bürkle-Gedächtnisturnier des TV Ispringen-Handball
  • „Kulturbesen“ Kleinkunstveranstaltungen des SPD Ortsvereines mit Vesper*
  • Weihnachtskonzert des "GV Liederkranz" am letzten Samstag vor hl.Abend
  • Gesangskulturtag des GV Liederkranz

Bildung[Bearbeiten]

  • Die örtliche Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule ist die Otto-Riehm-Schule.
  • Die Schule am Winterrain ist eine Schule für Schülerinnen und Schüler mit einer geistigen Behinderung. Der Träger der Schule ist nicht die Gemeinde Ispringen, sondern der Enzkreis.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 539–540
  3. Ortsgeschichte Internetauftritt der Gemeinde Ispringen, zuletzt aufgerufen am 16. Juli 2014
  4. Staatsanzeiger Nr. 13 vom 9. April 2009, Seite 10

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Schaaff: Ispringen gestern, Ispringen o.J.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ispringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien