Israel-Preis
Der Israel-Preis ist die höchste Auszeichnung des Staates Israel. Er wird einmal im Jahr am Vorabend des Israelischen Unabhängigkeitstages in einer Staatszeremonie in Jerusalem vergeben. Der Preis wurde 1953 auf die Initiative des Bildungsministers Ben-Zion Dinur hin gestiftet, der den Preis selbst in den Jahren 1958 und 1973 gewann.
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[Bearbeiten] Der Preis
Der Preis wird auf folgenden Gebieten verliehen (wobei die genauen Teilgebiete ständigen Änderungen unterworfen sind):
- Die exakten und Naturwissenschaften
- Mathematik
- Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Jüdische Studien
- Rechtswissenschaft
- Kultur und Kunst
- Literatur
- Bildhauerei
- Hebräisches Lied
- Wirtschaftswissenschaften
- Lebenswerk (seit 1972)
[Bearbeiten] Die Preisträger
Die Preisträger sind israelische Bürger oder Organisationen, die eine besondere Bedeutung auf ihrem Gebiet gespielt haben oder die in bedeutender Weise zum israelischen Kulturleben beigetragen haben. Die Gewinner werden von einem Komitee aus Sachverständigen ausgewählt, die ihre Vorschläge an den Bildungsminister weiterleiten.
Bis 2009 wurde der Preis 633-mal vergeben. Bekannte Preisträger sind u. a.:
Schmuel Josef Agnon, Aharon Appelfeld, Robert Aumann, Martin Buber, Itzhak Danziger, Abba Eban, Leah Goldberg, Abraham B. Jehoshua, Ephraim Kishon, Teddy Kollek, Abba Kovner, Moshe Landau, Israel Meir Lau, Golda Meir, Amos Oz, Michael O. Rabin, Esther Roth-Shachamarov, Reuven Rubin, Tuvia Rübner, Naomi Schemer, Gershom Scholem, Saharon Shelah, Tzvi Avni, Amotz Zahavi.
Als Organisationen wurden Yad Vashem, das Israel Philharmonic Orchestra, die Jewish Agency und der Jüdische Nationalfonds ausgezeichnet.
Obwohl der Preis nur israelischen Bürgern verliehen wird, erhielt der gebürtige Inder Zubin Mehta bei der Verleihung im Jahre 1991 einen Sonderpreis.
[Bearbeiten] Kritik an der Preisvergabe
Manchmal führte die Entscheidung, bestimmten Personen einen Preis zu verleihen zu leidenschaftlichten politischen Debatten. So gab es 1993 heftige Reaktionen gegen die Nominierung von Jeschajahu Leibowitz, was dazu führte, dass Leibowitz den Preis ablehnte.[1] 2004 wies die Bildungs- und Kulturministerin Limor Livnat die Entscheidung, den Bildhauer Jigal Tumarkin auszuzeichnen, an das Preiskomitee zurück.
Ein anderer Kritikpunkt ist, dass die meisten Preisträger Männer und Juden sind. Nur 12% der Gewinner waren Frauen und nur vier waren nicht-jüdischer Herkunft: der Schauspieler Makram Khoury, der drusische Führer Scheikh Amin Tarif, der Schriftsteller Emile Habibi und der Theologe Marcel-Jacques Dubois.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Webseite des Israel-Preises (hebräisch)